"Musik zum Karfreitag" in der Friedenskirche Grafenwöhr am 3. April um 19 Uhr
Erinnerung an Kriegsende

Grafenwöhr. (rgr) Seit 1992 lädt die Chorgemeinschaft St. Georg Pressath am Karfreitag um 19 Uhr in die Friedenskirche Grafenwöhr zur "Musik zum Karfreitag" ein. Seither gehört dieses Konzert für viele Menschen zur Tradition, um sich in dieser abendlichen Stunde durch die Musik auf die Passion und das bevorstehende Osterfest einstimmen zu lassen.

In diesem Jahr stehen Vertonungen von Rudolf Mauersberger, Felix Mendelssohn Bartholdy, Karl Jenkins und anderen auf dem Programm. Aus Anlass der Beendigung des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren sind Kompositionen die sich mit Angst, Not und Trauer der Menschen aber auch Zuversicht, Hoffnung und Vertrauen auf Gott auseinandersetzen, zu hören. Ferner ist geplant, auch Instrumentalstücke von Häftlingen, die diese während ihrer Gefangenschaft in Konzentrationslagern komponierten, in das Konzert mit einzufügen.

Den Schwerpunkt der Vokalstücke bilden Kompositionen von Rudolf Mauersberger (1889 bis 1971), der sich mit dem Themenkreis "Frieden - Krieg - Zerstörung" auseinandersetzte. Es sind die Trauermotette "Wie liegt die Stadt so wüst" und Teile aus der "Motette von Frieden" im Programm. Die Motette "Wie liegt die Stadt so wüst" entstand am Karsamstag 1945, noch unter dem Eindruck des durch die Bombardierung zerstörten Dresden, also ziemlich genau vor 70 Jahren. In ihr ist noch seine tiefe Trauer, ja fast Verzweiflung ob dieses Ereignisses spürbar.

Die "Motette vom Frieden" komponierte Rudolf Mauersberger im Jahre 1953. Er wählte für diese Auftragsarbeit biblische Texte aus, die sich nicht nur auf den "Frieden zwischen den Staaten" beziehen, sondern stellen und beantworten die Frage nach einer friedlichen Haltung zum "nächsten Mitmenschen".

Die Antwort war für ihn als gläubigen Menschen: die Botschaft Jesu Christi. Dieses Vertrauen auf Gott wird in dem Satz von R. Büchner nach den Texten von Dietrich Bonhoeffer "Von guten Mächten" spürbar, wo selbst in Stunden größter Not und Verzweiflung die Hoffnung nicht erlischt.

Im Karfreitagskonzert singt die Chorgemeinschaft St. Georg aus Pressath unter der Leitung von Richard Waldmann. Außerdem sind die Sopranistin Uschi Steppert aus Eschenbach sowie der Pressather Benjamin Schallwig als Pianist zu hören. Der Eintritt für das Konzert beträgt acht Euro. Für Schüler, Jugendliche und Mitglieder der Chorgemeinschaft St. Georg Pressath gilt der ermäßigte Eintritt von sechs Euro. Karten gibt es an der Abendkasse und ab Montag, 23. März, in der Buchhandlung Bodner in Pressath.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.