Muslimische Pilgerfahrt
Saudi-Arabien will Gefahr bei Hadsch verringern

Riad. Nach der Massenpanik mit etwa 2000 Toten im vergangenen Jahr will Saudi-Arabien die weltweit größte Pilgerfahrt Hadsch in diesem Jahr sicherer machen. Dazu werde Gruppen zu Spitzenzeiten die oft überfüllte symbolische "Steinigung des Teufels" auf einer fünfstöckigen Fußgängerbrücke verboten. Das berichtete die Zeitung "Saudi Gazette" am Mittwoch.

Die Einlasssperre gelte für insgesamt zwölf Stunden an drei Tagen des Hadsch, der dieses Jahr Mitte September stattfindet und zu dem wieder Millionen muslimische Pilger erwartet werden. Das Steinigungs- ritual nur wenige Kilometer von der heiligen Stadt Mekka gilt als empfindlicher Auslösepunkt für mögliche Massenpaniken.

Im vergangenen Jahr war es beim Hadsch nahe der Fußgängerbrücke zu einer tödlichen Panik gekommen. Mindestens 1800 Menschen wurden zu Tode getrampelt oder erstickten. Es war der schwerste Zwischenfall seit mindestens einem Vierteljahrhundert. Saudi-Arabien hatte in den vergangenen Jahren bereits Milliarden investiert, um die Sicherheit bei der Wallfahrt zu erhöhen.
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