Muss ein Spielplatz immer perfekt sein?
Briefe an die Redaktion

Zum Artikel "Im Wäldchen kein Platz", vom 30. Oktober:

Hier bin ich aufgewachsen. Die Kleinen (6 Jahre) haben "geschussert", die Mittleren (10 Jahre) Fangen gespielt und die Älteren (15 Jahre) Fußball.

Es waren oft 30 Kinder auf diesem Platz. Ich erzähle hier von der Zeit 1944 bis 1952. Die Eltern konnten mal aus dem Fenster schauen, was ihre Kinder so treiben, und wir haben uns riesig gefreut, auch mal ein Butterbrot oder einen Apfel von diesen Nachbarn zu bekommen.

Denn Hunger hatten wir immer und das Brot war immer knapp. Natürlich hat man sich mal ein Knie aufgeschürft, aber bei bester Erinnerung ist niemand von einem umgestürzten Baum ums Leben gekommen.

Hier ist glaube ich, ein bisschen zu viel Bürokratie am Werk. Muss ein Kinderspielplatz immer so perfekt sein? Dafür aber weit entfernt? Für uns war es jedenfalls eine schöne Zeit, auch wenn wir unser Schusserloch selbst ausgegraben haben, was heute wahrscheinlich nicht mehr möglich wäre und als "Sachbeschädigung" ausgelegt würde.

Werner GötzSulzbach-Rosenberg

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