Nach den schweren Unwettern
Braunsbach wird Opfer der Gaffer

Braunsbach. Nach den verheerenden Unwettern leidet der kleine Ort Braunsbach in Baden-Württemberg unter Schaulustigen. "Der Sonntagnachmittag wird noch immer dazu genutzt, Ausflüge nach Braunsbach zu machen, um sich bei anderen das anzuschauen, was einem selbst ja glücklicherweise erspart blieb", teilte die Polizei mit.

In eineinhalb Stunden hätten Beamte zuletzt 180 Autos zurückschicken müssen, weil sie auf einer gesperrten Strecke unterwegs waren. Das Sturmtief "Elvira" hatte am 29. Mai vor allem über dem Norden und Osten Baden-Württembergs gewütet. Braunsbach wurde von einer Geröll- und Schlammlawine zerstört. Landesweit kamen damals vier Menschen ums Leben.

"Ortsansässige Braunsbacher teilen der Polizei immer wieder mit, dass sie es leid sind, nach dem Hochwasser nun zum zweiten Mal Opfer zu werden", mahnte die Polizei, "in diesem Fall von lang andauerndem Katastrophentourismus." Die Beamten appellierten an Schaulustige, ihre Neugierde im Zaum zu halten. "Die Reaktionen der dort angetroffenen Verkehrsteilnehmer machen diesbezüglich allerdings eher nicht zuversichtlich."
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