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Das Rätsel Kühlschrank

Im Kühlschrank bleiben Lebensmittel länger frisch. Bild: dpa
 
So sieht ein gut gefüllter Kühlschrank aus. Bild: dpa

Er ist aus keiner Küche wegzudenken. Der Kühlschrank zählt zu den wichtigsten Geräten im Haushalt. Aber wie bleibt er eigentlich kühl?

Fast jeder Mensch braucht ihn - aber kaum einer weiß, wie er funktioniert. Irgendwie kann der Kühlschrank die Wärme aus seinem Inneren verscheuchen. Doch wie macht er das bloß?

Wie beim Schwitzen


Im Kühlschrank ist es kalt, weil die Wärme aus dem Inneren nach draußen transportiert wird. Dabei kommt folgendes Naturgesetz zum Einsatz: Du kennst es zum Beispiel vom Schwitzen. Dabei gibt der Körper Wasser über Poren ab. Die Wassertropfen auf der Haut kühlen deinen Körper ab. Sie verdunsten an der Luft. Und wenn Wasser verdunstet, dann zieht der entstandene Wasserdampf Wärme ab. Das ist ein Naturgesetz: Jede Flüssigkeit, die in den gasförmigen Zustand übergeht, nimmt dabei Wärme auf.

Im Kühlschrank ist ein Verdampfer eingebaut. Der schlängelt sich zum Beispiel als Rohr durch die Innenwand des Gerätes. Manchmal ist er aber auch in Form einer Platte verbaut. Durch den Verdampfer strömt eine Flüssigkeit: ein Kältemittel. Das verdampft schon bei Temperaturen, bei denen Wasser gefrieren würde.

Im Verdampfer erwärmt die Kühlflüssigkeit sich und verdampft. Beim Übergang von flüssig in gasförmig nimmt das Kältemittel die Wärme aus dem Kühlschrank auf. Im Kühlschrank wird es kalt. Aber wie kommt die Wärme jetzt aus dem Kühlschrank heraus?

Hierfür wird der Dampf aus dem Verdampfer von einem Kasten angesaugt. Der befindet sich hinten am Kühlschrank. Man nennt den Kasten Kompressor. Der Kompressor ist das Gerät, das bei seiner Arbeit brummt. Er verdichtet den Dampf unter hohem Druck und pumpt ihn weiter. Dabei steigt die Temperatur im Gas. Der Kompressor schickt den Dampf in eine weitere Rohrschlange. Die wird auch Verflüssiger genannt.

Mehrfach gewunden


Der Verflüssiger befindet sich außen an der Rückwand des Kühlschranks. Weil Kühlschränke ja meist an einer Wand stehen, sieht man den Verflüssiger nur selten. In den Windungen dieses Rohres entweicht die Wärme aus dem Inneren des Kühlschranks und verfliegt in der Umgebung. Dabei wird das Kältemittel so kalt, dass es wieder flüssig wird. Das flüssige Kältemittel läuft dann zurück in den Kühlschrank. Und der Kreislauf beginnt von vorn. Im Verdampfer wird das Kältemittel wieder zu Dampf und entzieht dem Innenraum Wärme.

Ein Kühlschrank macht also nichts weiter, als Wärme von drinnen nach draußen zu befördern. Und zwar mit Hilfe von einer Flüssigkeit, die in Rohren zu Dampf wird und dann wieder flüssig. Ein Ventil sorgt dafür, dass immer so viel Flüssigkeit nachläuft, wie zuvor verdampft ist.

Ein schlauer Kühlschrank weiß, ob noch genug Milch da ist. Oder ob das Verfalls-Datum des Joghurts gerade abläuft. Er schlägt auch Rezepte vor, die man aus den vorhandenen Lebensmitteln im Kühlschrank kochen könnte. So in etwa könnten Kühlschränke in Zukunft funktionieren.

Mehrere Firmen arbeiten daran, ihre Haushalts-Geräte mit Sensoren, Kameras und Internet-Zugang zu versehen. Vielleicht bestellen Kühlschränke irgendwann selbstständig Lebensmittel nach. Das würde den Einkauf im Supermarkt ersparen.

"Aber ob sich die schlaue Technik durchsetzen wird, ist noch fraglich", sagt ein Fachmann. "Gute Ideen gibt es viele, aber bisher setzen die meisten Leute doch noch auf ganz gewöhnliche Kühlschränke." (dpa)
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