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Das Schicksal des Planeten Erde

Irgendwann ist unsere Sonne vermutlich ausgebrannt - sie wird zu einem "weißen Zwerg". Bild: ESO
 
In sehr, sehr, sehr ferner Zukunft ist die Erde vielleicht nur noch ein eiskalter Felsklumpen. Bild: EPA/NASA/NOAA GOES

Ohne Sonne gäbe es kein Leben auf der Erde. In ferner Zukunft wird die Sonne allerdings alles Leben auf der Erde vernichten. Keine Angst: Bis dahin vergeht noch unvorstellbar viel Zeit.

Sonne und Erde entstanden gleichzeitig - vor etwa 4,6 Milliarden Jahren. Seitdem kreist die Erde in einer festen Bahn um die Sonne herum. Die Sonne liefert uns Wärme und Energie. Ohne sie wäre Leben, wie wir es kennen, auf der Erde nicht möglich.

Irgendwann unbewohnbar


Allerdings wird die Sonne den Planeten Erde eines Tages auch unbewohnbar machen: Sie wird ihn verbrutzeln. Aber keine Sorge - das passiert erst in sehr, sehr, sehr, sehr ferner Zukunft. Forscher vermuten: In etwa 7 Milliarden Jahren.

Menschen, Tiere und Pflanzen wird es dann ohnehin wohl achon lange nicht mehr geben. "In etwa 500 Millionen Jahren wird es auf der Erde zu ungemütlich", sagt Axel M. Quetz. Er ist Mitarbeiter beim Max-Planck-Institut für Astronomie und kennt sich mit Planeten und Sternen super aus. "Bis dahin sollte sich der Mensch besser einen anderen Planeten zum Leben gesucht haben." Der Mars zum Beispiel könnte den Menschen vielleicht eines Tages Unterschlupf bieten. Aber was passiert nun mit der Sonne und der Erde?

Die Sonne ist ein riesiger heißer Gasball. Außen ist sie etwa 5500 Grad Celsius heiß. Und sie wird allmählich immer heißer. Sie leuchtet auch immer heller. Dadurch steigt auch die Temperatur auf der Erde. So wird der Planet über viele Millionen Jahre hinweg langsam unbewohnbar.

Irgendwann schmilzt das Eis an den Polen und auf Grönland. Dadurch steigt der Meeresspiegel erheblich an. Auch die Atmosphäre der Erde verändert sich. Pflanzen können dadurch nicht mehr leben. Das wiederum ist schlecht für andere Lebewesen - die Pflanzen fehlen ihnen als Nahrung. Durch die Hitze wird das Wasser auf der Erde einmal vollständig verdampft sein.

In ihrem Inneren heizt sich die Sonne weiter auf. "Dabei bläht sie sich auf, sie wird zu einem Roten Riesen", sagt der Experte. Rote Riesen sind alternde Sterne. Sie sind dabei zu erlöschen. "Man weiß nicht ganz genau, wie groß sie wird. Vielleicht reicht sie irgendwann sogar bis über die Erdbahn hinaus." Auf jeden Fall aber wird die Sonne in einigen Milliarden Jahren so groß sein, dass sie einen Großteil des Himmels bedeckt. Gäbe es dann noch Menschen auf der Erde, würden sie beim Blick nach oben kaum noch Himmel sehen.

Irrsinnig heiß


Auf der Erde ist es dann so heiß, dass selbst das Gestein schmilzt. Die Erdkruste wird zu einem Meer aus Lava. Irgendwann aber ist die Sonne vermutlich ausgebrannt - sie wird zu einem weißen Zwerg. Dann ist sie wohl nur noch so groß wie die Erde. Und die Erde selbst? Manche Wissenschaftler vermuten, dass der Planet zu diesem Zeitpunkt nur noch als kalter Felskörper übrig ist. Bis dahin ist es aber noch viele Milliarden Jahre hin.

Leben auf dem Mars


Einige Wissenschaftler planen bereits heute die Besiedelung des Mars. Das klingt erst einmal verrückt. Doch der Mars ist einer der wenigen bekannten Planeten, die zumindest in einigen Dingen der Erde ähneln. Deswegen kommt er am ehesten infrage, wenn es darum geht, wo Menschen in ferner Zukunft einmal leben könnten. Allerdings hätte ein Leben auf dem Mars mit dem auf der Erde nicht viel gemeinsam. Auf dem Mars könnte man wegen der dünnen Atmosphäre nicht einfach herumspazieren. Die Mars-Menschen müssten sich ständig in Gebäuden aufhalten.

Außerdem ist es sehr kalt auf dem Planeten. Flüssiges Wasser zum Trinken gibt es auch nicht. Man kann deshalb etwa nicht einfach Getreide anbauen, um etwas zu essen zu haben.

Zeitreise


In etwa 500 Millionen Jahren wird die Erde nicht mehr bewohnbar sein - irgendwie schrecklich, sich das vorzustellen. Denn eigentlich ist es doch ziemlich schön auf unserem Planeten. Aber bis dahin ist es noch eine Ewigkeit hin. Es hilft, sich Folgendes vorzustellen: Der moderne Mensch lebt seit nicht einmal 200 000 Jahren auf dem Planeten. Er entwickelte sich in Afrika, zog von dort um die Welt. Er lebte als Jäger und Sammler, wurde irgendwann sesshaft.

Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit lösten sich ab. Der Mensch erfand die Schrift und das Rad. Hochkulturen wie die der Ägypter oder der Azteken entstanden. Irgendwann bauten Menschen Autos, Flugzeuge und Computer.

Puh, wir sind durch 200 000 Jahre Menschheits-Geschichte gerast und in der Jetzt-Zeit angekommen. Diese ganze Entwicklung könnte nun noch ungefähr 2500 Mal ablaufen, bis die Erde unbewohnbar wird. Es ist also wirklich noch eine Ewigkeit hin.

Wie es bis dahin mit der Menschheit weiter geht, weiß niemand. Vielleicht finden wir schon bald einen anderen Planeten zum Leben. Vielleicht reisen die Menschen der Zukunft ohnehin von einem Planeten zum anderen durch das All - so wie wir heute mit dem Flugzeug von einem Land zum anderen fliegen.
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