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Der Regisseur hat das Sagen beim Filmdreh

Er erfindet tolle Geschichten für die Kinos. Hinter der Kamera hat er das Sagen. Doch in seinen Filmen ist er meist nicht zu sehen: der Regisseur. Einige Regisseure sind sehr berühmt. Viele kennt man kaum. Doch was macht ein Regisseur genau?

Eine wilde Verfolgungsjagd spielt sich auf der Straße ab. Autos rasen über die Kreuzungen, Reifen quietschen. Beinahe wird der Held geschnappt. Doch in letzter Sekunde kann er entkommen. Das Publikum ist aufgeregt. Obwohl die spannende Fahrt nicht echt ist.

Es ist ein Film, der seine Zuschauer vor die Kinoleinwand bannt. Er wurde mit Kameras gedreht, vor denen Schauspieler stehen. Doch das Sagen hat ein anderer: der Regisseur (gesprochen: reschisör).

Der Regisseur ist jemand, der für einen Film oder ein Theaterstück Regie führt. Regie ist französisch und kommt von regieren. Der Regisseur lenkt und leitet alles, was im Film oder auf der Bühne passieren soll. Solch ein Regisseur ist zum Beispiel Pascal Plisson. Er dreht vor allem Dokumentarfilme. Das sind Filme, die nicht komplett ausgedacht sind. Sie sollen die Welt zeigen, wie sie wirklich ist.

Wie ein Architekt


"Ein Regisseur ist ein bisschen wie ein Architekt, der ein Haus bauen will", sagt er. "Man braucht viele Handwerker, die ganz unterschiedliche Sachen können. So ist das beim Film auch." Der Regisseur braucht Mitarbeiter, die die Kameras bedienen. Leute, die sich um das Licht kümmern. Leute, die den Ton machen, die Kostüme, die Schminke. Und natürlich braucht der Regisseur Menschen vor der Kamera: die Schauspieler.

Sie alle leitet der Regisseur an, damit sie seine Idee umsetzen - und zwar zu einem fertigen Film. Doch für den Regisseur geht die Arbeit schon viel früher los. Als erstes benötigt er eine Geschichte, die er erzählen will.

Er muss eine genaue Idee haben, wie man die mit Bildern und Geräuschen zeigen kann. "Wie genau diese Bilder aussehen sollen, muss man so gut wie möglich planen", erklärt Pascal Plisson. Schließlich soll beim Dreh jeder genau wissen, was zu tun ist.

Nach dem Dreh geht's noch weiter

Die Schauspieler haben ihr Spiel beendet. Die Kamera geht aus. Der Film ist fertig gedreht. Damit ist die Arbeit doch getan, oder? Noch lange nicht. Der Regisseur hat noch jede Menge zu tun. Denn mit den gedrehten Szenen geht es jetzt in den Schneideraum.

Dort arbeitet ein sogenannter Cutter (gesprochen: Katter). Das ist ein englisches Wort und bedeutet so viel wie Schneider. Früher hat der Cutter tatsächlich Filmbänder auseinander geschnitten und wieder zusammen geklebt. Inzwischen geschieht die Arbeit meist am Computer.

Der Cutter und der Regisseur schauen sich alle Aufnahmen an. Oft ist das viel zu viel Material. Deshalb muss der Regisseur entscheiden, welche Aufnahmen in den Film kommen.

Die Szenen müssen dann zusammengefügt werden. Und zwar in einer Reihenfolge, die der Zuschauer versteht. Jedes Teil muss an den richtigen Platz gesetzt werden. (dpa)

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