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Die Kutsche ohne Pferd

Mit der Zeit wurden die Autos immer größer und schneller. Diese beiden Modelle stammen aus den Jahren 1962 und 1950. Bild: dpa

Es ist wohl eine der wichtigsten Erfindungen überhaupt: das Automobil. Sage und schreibe 130 Jahre gibt es das Auto schon. Auf der ganzen Welt haben Tüftler seinen riesigen Erfolg in die Wege geleitet. Doch die Entwicklung des Fahrzeugs ist noch nicht vorbei.

Es ist total praktisch. Man kommt schnell und bequem damit voran. Es ist aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Das Auto gehört zu den wichtigsten Erfindungen der Menschheit. Das Ganze fing vor rund 130 Jahren an.

Nicht begeistert


Eine Kutsche, die ohne Pferd durch die Straßen fährt, dafür aber knattert und stinkt? Wofür soll das denn gut sein? Als sich in Deutschland das erste Fahrzeug mit Hilfe eines Motors statt eines Pferdegespanns in Bewegung setzte, waren viele Leute nicht gerade begeistert.

"Die ersten Autos stießen eher auf Gelächter als auf große Begeisterung", erklärt Ulrich Kubisch. Er arbeitet in einem Technik-Museum in Berlin und kennt sich mit der Geschichte des Autos aus. "Die Menschen staunten zwar über die neumodische Idee. Aber sie war ihnen zunächst nicht praktisch genug. Und außerdem viel zu teuer." Am Anfang war das Auto nur ein Vergnügen für die Reichen. Außerdem war es noch anfällig. Häufig ging etwas kaputt. Die Erfinder tüftelten also weiter. Es sollte einige Jahre dauern, bis die Fahrzeuge zuverlässiger und robuster wurden.

Genau so ein Wagen wurde schließlich im Land USA gebaut: das T-Modell der Marke Ford. Weil der Wagen rasch und in großer Zahl in Fabriken hergestellt wurde, kostete er nicht allzu viel Geld. So fuhren vor etwa 100 Jahren schon viele davon in den Straßen umher.

Was in den USA der Ford schaffte, erreichte bei uns später der Käfer der Marke Volkswagen. Der kleine Käfer hielt eine Menge aus und war unheimlich praktisch. Die Leute wurden durch ihn so mobil wie nie: Sie konnten mit ihm etwa Ausflüge in andere Länder unternehmen.

Für alle


So entwickelte sich das Automobil doch noch zur Erfindung für die Massen. Immer mehr Leute begeisterten sich für die praktische und bequeme Art zu reisen. Und natürlich auch für die Geschwindigkeit. "Schließlich wollte jeder so eine Zeit-Spar-Maschine haben", sagt Ulrich Kubisch. Heute ist das Auto nicht mehr aus unserer Welt wegzudenken. Doch das Auto ist nicht nur beliebt. Es wird auch als Dreckschleuder und Umwelt-Schädling bezeichnet. Denn die vielen Autos auf der Straße pusten eine Menge Abgase in die Luft. Experten tüfteln seit langem an Autos, die Sprit sparen und die Umwelt weniger stark belasten.

Viele Hersteller arbeiten auch an anderen Antrieben. So fahren Elektro-Autos zum Beispiel mit Strom anstatt mit Benzin oder Diesel. Und vielleicht fahren Autos irgendwann von ganz allein auf den Straßen - nur gesteuert von einem Computer.
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