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Fohlen-Glück auf der Weide

Das Fohlen Any bleibt anfangs in der Nähe seiner Mama. Bild: dpa

Mit ihrer Mama und zwei weiteren Stuten lebt das Fohlen Any auf einer Weide. Dort übt es zu galoppieren und am Gras zu knabbern. Außerdem trinkt und schläft das Kleine viel.

Any ist zwar gerade erst geboren, doch im Vergleich zu einem Menschenbaby kann sie schon eine Menge. Nach einer Woche galoppiert sie, macht wilde Bocksprünge und knabbert mit ihren Zähnen ab und zu ein bisschen am Gras. Allerdings macht sie das nur den erwachsenen Pferden nach. Any selbst ernährt sich noch von der Milch ihrer Mama.

Das schwarze Tier ist ein Connemara-Pony und das zwölfte Kind ihrer Mutter Ashley. Eines Tages wird das Fohlen ein weißes Fell bekommen. "Sie ist sehr keck und selbstbewusst", erzählt ihre Züchterin Claudia Quasnitza aus Grävenwiesbach. Das liegt im Bundesland Hessen.

Claudia war mit ihrer Tochter Carolin bei der Geburt mitten in der Nacht dabei. Any war erst eine Viertelstunde auf der Welt, als sie bereits zum ersten Mal aufstand. Ihre Mutter lag da noch erschöpft im Stroh.

Bereits am Tag nach ihrer Geburt durfte Any mit ihrer Mama auf die Koppel. Sie teilen sich die Weide mit Jolina und Jessie, ebenfalls Connemara-Ponys. Anys Mama mag es jedoch nicht, wenn die beiden ihrem kleinen Mädchen zu nahe kommen. Sie jagt sie dann weg.

Zwei Schwestern


Dabei sind Any und Jolina sogar Halbschwestern. Die beiden haben denselben Vater. Er heißt Marvellous Simon und ist ein sehr schöner weißer Hengst. Noch lebt er auf einer anderen Weide in der Nähe. Any soll sich erst in Ruhe an andere Pferde und die Weide gewöhnen. Den ganzen Sommer werden der Papa, die Stuten und Any zusammen auf einer großen Weide leben.

Marvellous Simon ist ein sehr sportliches Pferd. Die 17-jährige Carolin reitet mit ihm Dressurprüfungen und Springprüfungen und hat schon viel gewonnen. Bereits im Alter von neun Jahren saß sie das erste Mal auf ihm.

Wenn man Marvellous Simon auf seiner Weide besucht, läuft er zu den Besuchern und beschnuppert sie. Am liebsten lässt er sich von ihnen den Hintern kraulen. Damit die Menschen verstehen, was er will, dreht er sich mit seinen Pobacken zu ihnen und kommt immer näher.

Ob seine Tochter Any das wohl auch gern mag? Noch beschäftigt sie sich hauptsächlich mit ihrer Mutter Ashley. Immer bleibt sie in ihrer Nähe. Wenn Ashley weggeht, läuft Any schnell hinterher. Ganz oft am Tag trinkt sie Milch aus dem Euter. Außerdem schläft sie viel im Gras. Wenn sie aufsteht, sieht das lustig aus. Denn sie hat wie alle Fohlen ganz lange Beine, die sie erst einmal sortieren muss.

Doch die langen Beine sind für Fohlen auch sehr praktisch. Damit können sie schnell laufen. Zum Beispiel, um sich in Sicherheit zu bringen. Any galoppiert freilich nur über die Weide, weil es ihr Spaß macht.
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