Nachrichten für Kinder
Formel 1 startet wieder

In wenigen Tagen rasen die Rennwagen wieder über die Strecke: In Australien beginnt die neue Saison in der Formel 1. Wir haben den Manager eines Rennteams getroffen.

Die Rennfahrer der Formel 1 reisen um die ganze Welt. Natürlich sind die Rennfahrer nicht allein unterwegs. Große Teams von Mitarbeitern begleiten sie. Beat Zehnder ist der Manager beim Team Sauber. Er erzählt euch hier, was die Fahrer alles können müssen und wie die Rennwagen von einem Land ins andere kommen.

Was ist alles zu tun, bevor die Saison losgeht?

Beat Zehnder: "Die Vorbereitung beginnt natürlich weit vor dem ersten Rennen. Man lernt die Technik kennen. Jedes Auto hat Eigenheiten. Oft gibt es auch Änderungen im Team. Mechaniker verlassen uns, neue kommen dazu. Dann ist es wichtig, dass man sich aneinander gewöhnt. Dass jeder ganz genau weiß, was er zu tun hat und was der andere macht."

Wie kommen denn die Rennwagen zu den Rennstrecken?

Beat Zehnder: "Bei Rennen in Europa haben wir Lastwagen mit einer großen Hebebühne. Das ganze Hinterteil eines Lkws kann man runterlassen. Da fährt man ein Auto drauf und schiebt es in den Lkw."

Das nächste Rennen in Australien ist dafür zu weit weg. Wie läuft der Transport bei solchen Rennen ab?

Beat Zehnder: "Da werden die Autos nicht am Stück mitgenommen. Sie werden komplett zerlegt und in Kisten verpackt. Dann geht es im Flugzeug weiter. Bei Übersee-Rennen nehmen wir insgesamt 30 Tonnen Material mit."

Kennen sich die Fahrer genauso gut mit den Autos aus wie die Techniker?

Beat Zehnder: "Nein, das ist aber auch nicht die wichtigste Aufgabe eines Fahrers. Ein Fahrer muss das Auto bewegen, so schnell, wie es irgendwie geht. Aber ein Fahrer muss schon ein großes technisches Wissen haben. Es gibt sehr viele Knöpfe und Drehschalter am Lenkrad."

Müssen Sie ihnen ständig Tipps geben?

Beat Zehnder: "Klar geben wir ihnen von der Box aus Anweisungen, was sie verstellen müssen. Aber ein guter Fahrer kann schon sehr viel von alleine. Ohne dass man ihm sagt, was er zu tun hat."

Woher wissen Sie beim Rennen, dass mit dem Auto alles okay ist?

Beat Zehnder: "Wir haben über 150 Sensoren im Auto. Das ist wie ein Raumschiff oder ein Flugzeug. Wir sehen an Bildschirmen ganz genau, was das Auto tut. Wenn irgendwas bricht am Auto, kann man nichts tun. Außer man sieht, dass sich etwas verändert. Dann muss man abschätzen: Lohnt es sich weiterzufahren? Ist es gefährlich weiterzufahren?"

Worüber ärgern Sie sich mehr, über einen Fahrfehler oder einen Technik-Fehler?

Beat Zehnder: "Ganz klar Technik-Fehler. Fahrfehler gehören dazu. Es ist erstaunlich, wie wenige Fehler die Fahrer machen. Wenn ein Fahrer mal einen Fehler macht, dann ist das ein Teil des Geschäfts. Wenn im Getriebe mal ein Zahnrad zerbricht, kann man nichts dafür. Aber wenn wir selbst Fehler einbauen, das tut weh."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.