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Hier hat die Wutz Schwein gehabt

Viele Menschen mögen Schweinefleisch. So kommt es, dass die meisten Schweine irgendwann gegessen werden. Aber bis es so weit ist, sollen sie möglichst gut leben. Das finden viele Landwirte und geben sich Mühe.

Das Quieken verrät, wer hier wohnt: Rund 120 Schweine leben in einem Stall auf einem Bauernhof in der Nähe von Hamburg.

Aufgeregt wuseln sie durch eine Klappe von drinnen nach draußen. "Die Schweine haben drinnen ihr Wohnzimmer und Schlafzimmer und draußen ihr Klo", erzählt die Landwirtin Ulrike Schreiber. Sie kümmert sich um die Tiere.

Die verschiedenen Bereiche sind nicht ohne Grund angelegt. "Schweine wollen sich zum Schlafen nicht in ihren Kot legen", sagt Ulrike Schreiber. Sie brauchen genug Platz, um sich verschiedene Ecken einzurichten. In vielen anderen Ställen können Schweine das nicht tun. Dort leben sie etwa in abgedunkelten Hallen auf engem Raum zusammen, ohne Stroh und ohne Auslauf.

"Wir möchten es besser machen", sagt die Landwirtin. Deshalb können die Tiere bei ihr auch nach draußen. Sie füllt auch die Boxen mit Stroh. "Schweine langweilen sich schnell", sagt sie. Im Stroh wühlen sie herum. Oder sie suchen nach Gemüseresten, die Ulrike Schreiber darin versteckt hat.

Immer was zu tun


Auch der Futtertrog ist so gebaut, dass Schweine beschäftigt sind. Sie stoßen gegen einen Hebel, damit unten Futter herausfällt. Über einen Druckknopf können sie sich selbst Wasser dazu mischen. "Die Tiere haben immer etwas zu tun", sagt Ulrike Schreiber.

Viele Schweine-Experten sagen: Bei Ulrike Schreiber leben Schweine eher so, wie es ihrer Natur entspricht. Im Gegensatz zu vielen anderen Ställen, wo sie wenig Platz und keine Beschäftigung haben.

Dass nicht alle Landwirte ihre Schweine so halten, hat vor allem mit Geld zu tun. Viele Landwirte sagen, dass diese Art der Schweinehaltung mehr kostet. Das liege unter anderem daran, dass das Ausmisten mehr Arbeit mache. In Ställen ohne Stroh fällt das Ausmisten meist weg. Dort gibt es schmale Ritzen im Boden. Kot und Urin der Tiere fallen in einen Bereich darunter.

Wenn die Schweinehaltung billiger ist, kann auch das Fleisch billiger verkauft werden. Das ist vielen Kunden wichtig, andere dagegen wollen gerne mehr bezahlen, damit die Tiere besser leben.

Um Schweine artgerechter zu halten, hat nicht nur Ulrike Schreiber viele Ideen. Ein Bauer in Nordrhein-Westfalen bietet seinen Schweinen zum Beispiel Massagen mit Duftölen an und spielt ihnen Radiomusik vor. Ob den Schweinen das gefällt?

Auf ihrem Hof könnte man noch mehr tun für die Schweine, findet Ulrike Schreiber. "Eine große Wiese mit Matsch wäre zum Beispiel toll. Schweine lieben es, sich im Schlamm zu wälzen."
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