Nachrichten für Kinder
Hören statt Sehen

Sebastian Schäfer (rechts im Bild) ist blind. Über Kopfhörer verfolgt der Fan das Fußballspiel. Bild: dpa

Sebastian Schäfer liebt Fußball. Besonders bei der Europameisterschaft freut er sich über die Tore der deutschen Mannschaft. Der einzige Unterschied: Seit seiner Kindheit ist Sebastian Schäfer blind.

Er kann auf dem Bildschirm gar nicht sehen, wie die Partie läuft.

Damit auch Blinde beim Public Viewing (gesprochen: Pablik Wjuing) dabei sein können, gibt es Hilfe von Blindenreportern. "Das muss sein wie die Übertragung im Radio, da musst du alles, was du siehst, erzählen", sagt Mario Harter.

Viel reden


Er übersetzt regelmäßig Spiele für Blinde. Dabei muss er sehr viel reden und ganz genau erklären, wo der Ball gerade ist und wer ein Tor schießt. So kann Sebastian Schäfer mit Kopfhörern das Spiel verfolgen.

Es gibt auch Dolmetscher für gehörlose Fußballfans. Sie zeigen statt mit Worten mit Gesten und Grimassen, wie laut es im Stadion ist und wie die Experten das Spiel beurteilen (siehe Bild unten).

Bei der EM gibt es die Übersetzer beim Public Viewing nur in wenigen Städten, etwa in Hamburg und München. Und auch nur, solange Deutschland im Turnier ist.
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