Nachrichten für Kinder
Schuften statt Schule

In Krisen-Gebieten haben Hilfsorganisationen oft Notschulen errichtet. Bild: Ashley Gilbertson/UNICEF

Nicht jeden Tag hat man Lust auf Schule. Doch stell dir vor, du könntest nie zum Unterricht! So geht es aber Millionen von Kindern in anderen Ländern. Experten des Kinderhilfswerks Unicef haben in einem Bericht auf dieses Problem hingewiesen.

Viele Kinder, in deren Heimat Krieg herrscht, können nicht zur Schule gehen. Das ist etwa in Syrien und im Irak der Fall. Eine Unicef-Expertin erklärt: "Dort sind oft Schulgebäude zerstört. In vielen Gegenden wird gekämpft - dann sind die Schulwege für die Kinder viel zu gefährlich."

In anderen Ländern fehlt Eltern das Geld, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Sie können unter anderem die Schulbücher oder den Schulbus nicht bezahlen. Viele Kinder müssen zu Hause mitarbeiten, andere schuften sogar für Firmen.

Wenn man mal ein paar Tage in der Schule verpasst, ist das kein Problem. "Diese Kinder gehen aber oft jahrelang nicht zur Schule oder sogar nie", sagt die Expertin. Sie lernen also weder lesen, schreiben noch rechnen - oder nur wenig.

Später finden sie dann häufig keine Arbeit oder nur einen schlecht bezahlten Job. "Ihren eigenen Kindern können sie später oft auch keine gute Bildung ermöglichen. So geht das immer weiter", sagt die Fachfrau. (dpa)
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