Nächste Runde im Mietstreit um Raucher Adolfs
Zeugen sind sich uneins

Düsseldorf. Im spektakulären Mietstreit um den Raucher Friedhelm Adolfs haben die Zeugen beider Lager die Situation im Mietshaus sehr unterschiedlich geschildert. Mehrere Nachbarn berichteten von starkem Rauchgestank. "Das ist ekelhaft, widerlich", sagte ein Immobilienmakler, der im Haus sein Büro hat und für die Vermieterin tätig ist. "Das ist wie Körperverletzung."

Freunde und Verwandte des starken Rauchers erzählten am Montag vor dem Düsseldorfer Landgericht dagegen, es habe im Hausflur nicht ungewöhnlich gestunken. Adolfs (77) habe bei ihren Besuchen immer gelüftet. Wenn es doch nach Rauch gerochen habe, könne dies an Besuchern oder Mitarbeitern der anderen Mieter liegen, die regelmäßig im Eingangsbereich geraucht hätten.

Der Fall beschäftigt die Justiz bereits seit 2013. Adolfs droht nach mehr als 40 Jahren der Rauswurf aus seiner Wohnung, weil er die Nachbarn unzumutbar mit Qualm belästigt haben soll. Zunächst hatte das Amtsgericht und später das Landgericht Düsseldorf den Rauswurf bestätigt. Der Bundesgerichtshof verwies den Fall an das Landgericht zurück und mahnte eine umfassende Beweisaufnahme an. Das Gericht vernahm nun zwölf Zeugen. Am 2. März ist ein Verkündungstermin angesetzt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.