Nasse Straße
Recht für Autofahrer

Was ist im Straßenverkehr genau unter Nässe zu verstehen? Diese Frage hat sich jeder Autofahrer schon gestellt. Reicht es schon, wenn die Fahrbahn nur feucht ist, damit das entsprechende Tempolimit gilt - oder muss sie komplett unter Wasser stehen?

Letztlich musste der Bundesgerichtshof mit einer juristisch wasserdichten Definition ran: Er entschied, dass "bei Nässe" im Gegensatz zur Feuchtigkeit die Fahrbahn insgesamt mit einem Wasserfilm überzogen sein muss (Az. 4 StR 560/77) .

Vereinzelte Wasserlachen und Regen allein reichen also nicht aus. Wer das Nässe-Limit übertreten hat, muss bei einem Unfall mit einem Verwarn- oder Bußgeld rechnen. Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz - etwa einer erheblichen Überschreitung des Tempolimits - kann die Kaskoversicherung sogar ihre Leistung verweigern und die Haftpflicht den Unfallverursacher möglicherweise in Regress nehmen. (mid)
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