Neudorf der einzige Standort
Leserbrief

Zum Artikel "Feuerwehrauto für Georgenberg" vom 21. Februar 2015:

Die Ratsherren der Gemeinde Georgenberg machten sich Gedanken darüber, wie das Zukunftskonzept der gemeindlichen Feuerwehren in punkto Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen in den nächsten Jahren aussehen soll. Was meiner Meinung nach dabei beschlossen wurde, ist weder für die Zukunft geeignet, noch ist dabei ein Konzept ersichtlich.

Es wurde lediglich vereinbart, ein TSF-W als Neufahrzeug zu beschaffen. Wie es mit den anderen verbleibenden Feuerwehren in den nächsten Jahren weitergehen soll, darüber wurde überhaupt nicht gesprochen. Auch diese Fahrzeuge haben schon etliche Jahre auf dem Buckel und müssen irgendwann ausgetauscht werden. Das beschlossene TSF-W ist für mich nur eine Art Notlösung, damit die endlosen Diskussionen endlich aufhören.

Die Gründe, warum ich das TSF-W für unsere Gemeinde als nicht sinnvoll und zukunftsweisend erachte: Gewichtsbeschränkung auf 7,5 Tonnen, somit keine Allradversion realisierbar, für unsere Gemeinde aber unverzichtbar. Mitgeführtes Wasser von lediglich 600 Liter. Als positive Gründe sind anzuführen, dass das TSF-W noch mit der Führerschein-Klasse 3 oder mit dem neuen "Feuerwehrführerschein" gefahren werden kann und die Anschaffungskosten für die Gemeinde nur etwa 120 000 Euro betragen. Meiner Meinung nach wäre ein LF 10 Allrad (wie von der FF Neudorf bereits gefordert) die einzig richtige zukunftsweisende Entscheidung, die im aktuellen Haushalt zu realisieren wäre.

Auch die gemeindlichen Anschaffungskosten für ein LF 10 in Höhe von rund 180 000 Euro sehe ich nicht als negativ, wenn man die Nutzungsdauer der beiden Fahrzeuge gegenüberstellt (TSF-W: 25 Jahre - LF 10: 40 Jahre). Der Standort für ein solches Löschfahrzeug ist meiner Ansicht nach da, wo der aktuelle Ausbildungsstand der aktiven Wehr den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Und der ist aktuell einzig und allein in Neudorf.

Da hilft es in meinen Augen wenig, dass man jetzt in Georgenberg krampfhaft versucht eine Fusion zwischen drei gemeindlichen Feuerwehren (Georgenberg, Brünst und Neuenhammer) anzustreben, nur um die gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich Atemschutzträger vorweisen zu können. Wie man ja bereits in der Vergangenheit gesehen hat, klappt so eine Zusammenarbeit sowie so nicht.

Es gab in der Vergangenheit auch mehrere Besprechungen hinsichtlich des Zukunftskonzepts, bei denen Landrat, Bürgermeister, Gemeinderäte, Kommandanten der Gemeinde Georgenberg und die Feuerwehrführungskräfte des Landkreises anwesend waren. Dabei kam man immer zu dem gleichen Ergebnis, dass zur Sicherung der Einsatzkraft der Feuerwehren im Gemeindegebiet Georgenberg die Anschaffung eines wasserführenden Fahrzeugs zwingend notwendig ist und als strategischer Punkt im Gemeindegebiet die Feuerwehr denkbar ist, die derzeit die höchste Einsatzbereitschaft aufweist. Entsprechend der Besetzung ist die Feuerwehr Neudorf somit als Stützpunktfeuerwehr geeignet.

Ich bin der Meinung, dass man wegen des Standorts eines neuen Löschfahrzeugs nach dem Ausbildungsstand und der Zahl der Aktiven entscheiden sollte und nicht danach, was sich vielleicht in den nächsten ein bis zwei Jahren innerhalb der Gemeinde alles verändern könnte. Als Standort für ein wasserführendes Löschfahrzeug kommt somit nur Neudorf in Betracht.

Stefan FrischholzNeudorf

___

Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.