Neue Identität für Vergewaltiger
Gruppenvergewaltigung in Indien: Jüngster Täter bleibt auf freien Fuß

Neu Delhi. Indiens Oberster Gerichtshof hat einen Antrag abgelehnt, die Freilassung eines der Täter der Gruppenvergewaltigung und Ermordung einer Studentin 2012 rückgängig zu machen. Es gebe keine rechtliche Handhabe, die Haft des Mannes zu verlängern, befanden die Richter am Montag. Dazu bedürfe es einer Gesetzesänderung, heißt es in dem Urteil. Gegen die Freilassung erhob die staatliche Frauenkommission Einspruch: Der 20-Jährige könne nicht als resozialisiert gelten.

Der Mann war am Sonntag trotz großen Protesten nach der Verbüßung einer dreijährigen Jugendhaftstrafe auf freien Fuß gekommen. Zum Tatzeitpunkt war er minderjährig gewesen. Er solle nun eine neue Identität bekommen und vom Sozialamt betreut werden, hieß es. Den fünf volljährigen Tätern droht dagegen die Todesstrafe. Die junge Frau war in Neu Delhi von den Männern in einem Bus entführt und darin vergewaltigt und gefoltert worden. Sie starb an inneren Verletzungen.
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