Neue Regeln für Daniel

Schokolade, Gummibärchen oder Eis: Solche süßen Naschereien darf Daniel nur selten essen. Der Achtjährige hat Diabetes. Das ist eine Krankheit, bei der der Körper nicht richtig mit Zucker umgehen kann.

Daniel kickt einen Fußball durch die Wohnung. Dann wirft er den Ball in die Ecke, flitzt in sein Zimmer und spielt mit einem Lego-Raumschiff. Kurze Zeit später schnappt er sich den Fußball ein zweites Mal und fängt wieder an zu kicken.

Nicht zu viel Eis

Daniel ist acht Jahre alt. Er wohnt zusammen mit seinen Eltern und seinem Bruder in Düsseldorf. Das ist eine Stadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Daniels liebstes Hobby ist Fußballspielen. Außerdem mag er gern Freundschaftsbänder knüpfen, Computerspiele spielen, sich mit Freunden treffen und Eis essen. Süße Sachen wie Eis darf der Achtjährige allerdings nur ab und zu futtern. Er muss nämlich genau darauf achten, wie viel Zucker er isst. Denn Daniel hat Diabetes.

Diabetes ist eine Krankheit, bei der zu viel Zucker im Blut ist. Deshalb sprechen einige Leute von der Zuckerkrankheit. Doch woher kommt der Zucker? Und wieso ist zu viel davon in Daniels Blut?

Viele Dinge, die wir essen, enthalten Zucker. Zum Beispiel Süßigkeiten und Limonade, aber auch Brot, Nudeln und Kartoffeln. Nehmen wir diese Nahrungsmittel zu uns, werden sie in Mund, Magen und Darm verdaut.

Dabei werden die Essens-Bestandteile in kleinere Teile gespalten, zum Beispiel große Zucker-Teilchen in kleine Zucker-Teilchen. Das für den Menschen wichtigste Zucker-Teilchen heißt "Glukose".

Zu den Organen

Die kleinen Zucker-Teilchen gelangen ins Blut. Dieses transportiert sie zu den verschiedenen Organen. Etwa zum Gehirn oder zu den Muskeln. Die Organe brauchen den Zucker, um richtig zu funktionieren.

Damit der Zucker vom Blut in die Zellen der Organe gelangen kann, wird das Hormon Insulin benötigt. "Insulin ist wie ein Schlüssel, der die Zelle aufschließt, damit Zucker hineinkommt", erklärt der Experte Karsten Müssig. Bei Menschen, die Diabetes haben, gibt es ein Problem mit dem Insulin. Dadurch kommt der Zucker nicht in die Zelle und bleibt im Blut.

Daniel hat eine Form des Diabetes, bei der sein Körper zu wenig Insulin herstellt. Der Achtjährige weiß seit Anfang des Jahres, dass er Diabetes hat. "Ich hatte ständig Durst und habe viel getrunken", erzählt er. "In der Schule war ich meistens schwach und müde."

Immer messen

Das fiel auch seinen Eltern auf. Sie gingen mit ihm zum Arzt. Der stellte fest, dass Daniel viel zu viel Zucker im Blut hat. Seitdem haben sich ein paar Dinge in Daniels Leben geändert. Mit einem speziellen Messgerät muss er zum Beispiel mehrmals am Tag überprüfen, wie hoch der Zucker-Wert in seinem Blut ist. Außerdem wird ihm abends und vor jedem Essen mit einer kleinen Nadel Insulin unter die Haut gespritzt. Süßigkeiten und Eis darf er nur noch ab und zu essen.

Doch das Gute ist: Seitdem Daniel Insulin bekommt und auf den Zucker-Wert achtet, ist er nicht mehr schwach und müde - und kann noch viel mehr Fußball spielen. (dpa)
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