Neumarkt: Lkw-Fahrer auf der A 3 von Auto erfasst - 35-Jähriger wollte nach Unfall helfen, doch wurde selbst erfasst
Ersthelfer tödlich verunglückt

Symbolbild: dpa

Neumarkt. Auf der Autobahn 3 hat sich im Bereich Neumarkt in der Oberpfalz am Montagabend ein tragischer Verkehrsunfall ereignet. Dabei kam ein 35-jähriger Lkw-Fahrer ums Leben, der zwei Unfallopfern helfen wollte.

Wie die Polizei mitteilt, war ein 20-jähriger Autofahrer gegen 19.25 Uhr mit seinem Pkw kurz vor der Anschlussstelle Pilsach in Fahrtrichtung Nürnberg ins Schleudern geraten und gegen die Mittelleitplanke geprallt. Die beiden Insassen wurden dabei laut Polizei leicht verletzt.

Ersthelfer wird frontal erfasst


Der nachfolgende 35-jährige Lkw-Fahrer hielt mit seinem Sattelzug hinter dem Unfallwagen auf der linken Fahrspur an, stieg aus und ging zurück zu dem Auto, um Hilfe zu leisten. Zu spät bemerkte dies nach Angaben der Polizei ein 29-Jähriger. Er prallte mit seinem Pkw gegen den Unfallwagen und erfasste den Ersthelfer frontal. Dieser sei rund 80 Meter durch die Luft geschleudert worden, heißt es im Polizeibericht. Der Mann starb noch an der Unfallstelle.

Fünfjähriger Sohn saß auf dem Beifahrersitz


Mit im Lkw saß auf dem Beifahrersitz der fünfjährige Sohn des 35-Jährigen. Die beiden Pkw-Insassen, denen der 35-Jährige helfen wollte, wurden mit leichten Verletzungen in ein Klinikum eingeliefert. Der 29-Jährige wurde mit Augenverletzungen in das Universitätsklinikum in Regensburg eingeliefert, so die Polizei.

Kriseninterventionsteam im Einsatz


Die Autobahn war für circa vier Stunden komplett gesperrt. Im Einsatz waren neben der örtlichen Feuerwehr und dem Rettungsdienst auch das Kriseninterventionsteam zur Betreuung des Fünfjährigen sowie zur Verständigung der Ehefrau des tödlich Verunglückten.
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