Neustadt am Kulm feiert von Donnerstag, 6. November, bis Montag, 10. November, Kirchweih
Fest rund um die Stadtkirche

Neustadt am Kulm. (ww) Die kleinste Stadt der Oberpfalz steht von Donnerstag, 6. November, bis Montag, 10. November, ganz im Zeichen des Kirchweihfestes, bei dem es gilt, die Weihe der Stadtkirche, einer ehemaligen Klosterkirche, zu feiern.

Die Kulmstadt ist nach Rothenfels, Kupferberg und Lichtenberg die viertkleiste Stadt Bayerns. Wenn es jedoch darum geht, Feste zu feiern, dann gehört die Stadt zwischen den Vulkanen keineswegs zu den Kleinsten. Im Gegenteil, man versteht es die Kirchweih, übrigens eine der letzten Kirchweihen im Jahr, zünftig zu begehen. Den "Kirwaboum und Madlan" gelingt es immer wieder, etwas Lustiges auf die Beine zu stellen.

Das sehenswerte Gotteshaus ist eine der schönsten evangelisch-lutherischen Barockkirchen Bayerns. Diese wurde 1413 bis 1415 als Klosterkirche der Karmeliter erbaut, wovon nur noch Chor, Sakristei und der Unterbau des Turmes herrühren. Das Gotteshaus wurde im Dreißigjährigen Krieg anno 1633 mit der ganzen Stadt jämmerlich in Schutt und Asche gelegt. Erst ab 1708 fand ein großer Restaurationsbau statt, dem der Sakralbau im Wesentlichen heute sein Aussehen verdankt.

Natürlich gehört zu einer Kirchweih auch das "weltliche" Pendant. Die "Neisteeda Kirwa" beginnt bereits am Donnerstag, 6. November, mit dem Krenfleischessen in den Neustädter Gastwirtschaften. Nicht nur an diesem Tag, sondern über die gesamte Kirchweih hinweg, bekommen die Besucher viele Leckerbissen geboten.

Schmecken lassen kann man sich vom Wildbraten bis hin zu den Karpfen blau und gebacken oder auch andere diverse Braten und Geflügelgerichten eine ganze Menge reichhaltiger und preisgünstiger Schmankerln. Mit den schmackhaften, selbst gebackenen Kücheln ist auch für den Kaffeetisch am Nachmittag bestens vorgesorgt.

Dafür, dass die Kirchweih wieder eine besondere Attraktion wird, sorgen die Kirchweihmädchen und -burschen. Am Samstagnachmittag gegen 13 Uhr wird der Kirchweihbaum unter Musikklängen zu seinem Standort inmitten der Stadt gebracht. In herkömmlicher Weise, nämlich mit Muskelkraft und ohne Technik, wird der Baum aufgestellt.

Am Sonntag heißt es, "Neisteeder semma, mir loua uns nix gfalln...". Hier ziehen die Kirchweihmädchen und Burschen, angeführt vom Oberkirchweihboum Florian Stefan und seinem Oberkirchweihmädchen, Julia Preißinger, ab 14 Uhr durch die Straßen der Stadt. Mit ihren bunten Schürzen und mit dem mit Bier gefüllten "Sprenger" geben sie ein farbenfrohes Bild ab. Am Kirchweihbaum werden "Schnaderhüpferla" über amüsante Stadtbegebenheiten des laufenden Jahres zum Besten gegeben. Es versteht sich von selbst, dass hierbei so manche "Persönlichkeit" aufs Korn genommen wird.

Zum Tanz landen die "Kirwamacher" bereits am Freitag mit einer 90er-Jahre-Party mit DJ Klaus ab 21 Uhr ins Sportheim der SpVgg ein. Weiter geht es ebenfalls im Sportheim am Samstag ab 20 Uhr mit dem Horrido-Express.

Am Montag schließlich laden die Burschen und Mädchen ab 19 Uhr zu einem Unterhaltungsabend mit den Asphaltstürmern in den Saal der Gaststätte Burucker ein. Hier wird auch der Kirchweihbaum versteigert. Um Mitternacht wird die Kirchweih feierlich eingegraben.
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