"Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen"
Briefe an die Redaktion

Zum SRZ-Artikel "Ein Geschenk an die Stadt" in der gestrigen Ausgabe erreichte uns folgender Leserbrief:

"Als ich im SRZ-Lokalteil den Bericht über das Gespräch der Redaktion mit "pro Su-Ro" über die Situation der hiesigen Weihnachtsmärkte las, wäre mir beinahe die Frühstückssemmel aus dem Gesicht gefallen. Welche bösen Spukgeister müssen den Vorsitzenden und die Geschäftsführerin dieser Organisation geritten haben, dass sie sich derart vergaloppieren? Mit Bezug auf den Sulzbacher Weihnachtsmarkt am Luitpoldplatz und die Rosenberger Dorfweihnacht war da von "Verschiebung der Wettbewerbsituation" zu lesen, von "erheblichen Gebühren", die Pro Su-Ro zu berappen habe, oder davon, dass "in Rosenberg zwei bis drei Tage alles abgeriegelt" werde.

Als die Rosenberger Dorfweihnacht im Vorjahr ihre gelungene Premiere feierte, hörte sich das von seiten Pro Su-Ros noch ganz anders an: Da signalisierte man zumindest noch freundliches Interesse an dieser Initiative, schloss gar "Synergieeffekte" nicht aus (sprich: dass die diversen örtlichen Weihnachtsmarkt-Veranstaltungen sich durchaus gegenseitig beflügeln könnten etc.).

Zur Wettbewerbssituation: Man soll nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Während der Weihnachtsmarkt am Luitpoldplatz von Anbeginn eine ausschließlich von der Geschäftswelt getragene Veranstaltung war und ist, verdankt die Rosenberger Dorfweihnacht (wie überhaupt so vieles, was sich in diesem Stadtteil tut), ihre Existenz dem ehrenamtlichen Engagement von Vereinen und Privatpersonen.

Dass uns die Stadt dabei im Rahmen ihrer Möglichkeiten stets unterstützt, registrieren wir mit großer Dankbarkeit. Das drückt sich u. a. auch dadurch aus, dass wir vom Reinerlös der Dorfweihnacht eine erkleckliche Summe für gemeinnützige Zwecke abzweigen. Und wenn es in Sulzbach mit dem Einbinden der dortigen Vereinswelt in den Weihnachtsmarkt (falls überhaupt gewünscht) offenbar nicht so recht klappt, mag das möglicherweise auch an den exorbitant höheren Standgebühren im Vergleich zu Rosenberg liegen.

Im übrigen haben die Organisatoren der Dorfweihnacht die gleichen amtlichen Gebühren zu entrichten wie andere Ausrichter auch. Und zur "Abriegelung Rosenbergs" nur so viel: Die Festzone für die Dorfweihnacht ist so ausgelegt, dass sowohl die Zu- und Abfahrt Henneberg bei der Kurzmühle als auch der Kreuzungsbereich Staatsstraße/Erzhausstraße in allen Fahrtrichtungen frei bleiben. Außerdem müssen die Rosenberger (im Gegensatz zum Markt auf dem Luitpoldplatz) quer durch ihren Marktbereich eine drei Meter breite Rettungsgasse offen halten.

Liebe Leute von pro su-ro, besucht doch einfach die Rosenberger Dorfweihnacht, vielleicht könnt ihr dabei ja ein paar Anregungen mit nach Hause nehmen. Denn: Neid ist ein schlechter Ratgeber!"

Sepp Lösch, Interessengemeinschaft "Freunde Rosenbergs"

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