Nicht Größe, sondern Nachhaltigkeit

Zur jüngsten Kritik der Wirtschaftsverbände am gesetzlichen Mindestlohn:

Offenbar haben die Wirtschaft und deren Bosse jedes Maß aus den Augen verloren. 8,50 Euro Mindestlohn zu attackieren, ist schlicht unverschämt. Dieser Mindestlohn ist ja schon jetzt viel zu niedrig: Er wird seit vielen Jahren diskutiert und müsste entsprechend der Denke der Wirtschaft jetzt bereits bei mindestens 10 Euro in der Stunde ,liegen. Alle wollen immer mehr, nur der Verdiener der unteren Einkommensklassen soll relativ immer weniger bekommen.

Noch schlimmer sieht es mit der Grundsicherung für das Alter aus: Sie ist seit etwa 10 Jahren immer auf gleichem Niveau. Damit müsste einmal ein Beamter, ein Lohnempfänger oder ein Wirtschaftslenker zufrieden sein. Es ist einfach skandalös - auch deshalb, weil volkswirtschaftlich gesehen, jede Einkommenserhöhung bei den Niedriglöhnern zu fast 100 Prozent in den Konsum geht, Erhöhungen bei den Bossen aber zu fast 100 Prozent ins Ausland fließen.

Es muss endlich ein Umdenken stattfinden: Nicht die Größe darf der Maßstab des Handelns sein, sondern Nachhaltigkeit. Es muss gelingen, Rendite ohne Wachstum zu generieren. Jedes Auto größer als 1,5 Liter Hubraum muss mit spürbaren steuerlichen Belastungen belegt werden und die alternativen Antriebe müssen in den Fokus der Konzerne rücken. Gerade die horrend verdienende Autoindustrie versagt hier total.

Karl Hammer 95698 Neualbenreuth
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