Nicht nur in der Schule gibt es Tafeln

Sie holen sich eine warme Erbsensuppe, Äpfel oder einen heißen Tee. Jeden Tag stehen viele Menschen in Deutschland Schlange bei den Tafeln. Die Tafeln sind besondere Einrichtungen, die Essen an Hilfsbedürftige verteilen.

Viele Kunden

Etwa an diejenigen, die keine Arbeit haben. Oder alte Menschen, die nur sehr wenig Geld verdienen. Gerade sind es auch viele Flüchtlinge, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind. Das sagten Mitarbeiter der Tafeln am Dienstag.

Oft kommen auch arme Familien mit vielen Kindern. Sie können es sich nicht leisten, für alle im Supermarkt einzukaufen oder essen zu gehen. Die Mitarbeiter der Tafeln sammeln Essen, das sonst weggeschmissen würde. Damit kochen die Helfer warme Gerichte, schmieren Brote oder verteilen Lebensmittel an die Bedürftigen. Die Leute müssen nichts oder nur wenig dafür bezahlen. Die Idee für die Tafeln in Deutschland hatten vor 20 Jahren einige Frauen in Berlin. Sie sagten sich: Läden und Restaurants schmeißen jeden Tag eine Menge Essen weg, obwohl es noch gut ist.

Auf der anderen Seite gibt es aber Menschen, die nicht genügend Geld für Lebensmittel haben. Man müsste das Essen besser verteilen. Inzwischen gibt es viele hundert solcher Einrichtungen in Deutschland.

Manche kritisch

Manche sehen die Sache mit den Tafeln aber auch kritisch. Sie sagen etwa: Eigentlich müsste jeder Mensch in Deutschland genug Geld verdienen oder vom Staat bekommen, damit er sich selbst ernähren kann. Dann wären die Tafeln gar nicht nötig. (dpa)
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