Nichts geht mehr

"Oh nein, nicht schon wieder ein Streik!" Das denken Menschen, die in den nächsten Tagen eigentlich mit dem Zug fahren wollten. Weil Lokführer wieder streiken, werden wohl bis Montagmorgen viele Züge der Deutschen Bahn ausfallen.

Und zwar sowohl Züge, die für Fahrgäste da sind, als auch Züge, mit denen große Mengen an Waren transportiert werden.

Bei dem Streik geht es zum Beispiel um mehr Geld. Mit dem Arbeitgeber der Lokführer, der Deutschen Bahn, kann sich die Gewerkschaft der Lokführer seit Langem nicht einigen. Zudem streiten die Gewerkschaft und die Bahn darüber, für welche Mitarbeiter die Gewerkschaft mitverhandeln darf.

Nun soll also mal wieder gestreikt werden. Wen der Streik ärgert, und wen er sogar freut, erfährst du hier.

Fahrgäste: Viele von ihnen finden es blöd, wenn ihre Züge ausfallen. Manche müssen sich überlegen, wie sie morgens pünktlich zur Arbeit kommen. Andere Leute wollten vielleicht ihren Freund am Wochenende besuchen, der weit weg wohnt. Sie brauchen jetzt einen neuen Plan. Und der könnte lauten? Ab ins Flugzeug - oder auf die Autobahn.

Autobahn: Wenn viele Leute von der Bahn auf die Straße ausweichen, dürfte auf den Autobahnen mehr los sein. Wer ein eigenes Auto hat, fährt damit los - und nimmt vielleicht noch andere Leute mit, die auch an den Zielort müssen. Und wer kein eigenes Auto hat? Der könnte sich ein Auto von einer Mietwagenfirma leihen. Oder er nimmt den Fernbus.

Fernbus: Das sind Busse, die quer durch Deutschland fahren, etwa von München nach Berlin. Für die Besitzer von Fernbus-Firmen sind Bahn-Streiks praktisch. Denn ihre Busse sind dann rappelvoll. Das bringt Geld.

Doch nicht nur Fahrgäste müssen von A nach B kommen, sondern auch Waren.

Waren: Firmen wie Autobauer brauchen Ersatzteile, um ihre Autos bauen zu können. Eine Menge Waren bekommen Unternehmen mit dem Zug gebracht - etwa von Häfen aus. Wenn Züge aber nicht fahren, bleiben manche Sachen liegen. Eine Autofirma sagte schon: Sie will sich nun wichtige Lieferungen mit Lastwagen bringen lassen. Das ist wiederum praktisch für die Lkw-Firmen, weil sie dann mehr Geld verdienen. (dpa)
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