Nichts wird zerstört
Briefe an die Redaktion

Ein Leserbrief von Daniel Fürst zur Süd-Ost-Tangente vom 10./11. Oktober animierte einen Leser zu folgender Reaktion:

Herr Fürst hat sich nur sehr oberflächlich mit meinem Leserbrief vom 19./20.09.2015 befasst. Er zitiert mich mit den Worten "... nur vereinzelte Leute, die mit ihren Hunden spazieren gehen". Diesen Text findet man in meinem Leserbrief nicht. Die Rede ist bei mir immer von den Erholungssuchenden. Dazu gehören die Gruppen, die Herr Fürst aufzählt.

In meinem Leserbrief taucht auch das Wort "Gassigeher" nicht auf. Wegen meiner Ortskenntnisse aber kann ich feststellen, dass man auf dem Weg, der über das Schirchendorf ins Fischerberggebiet führt, so gut wie keine Erholungssuchenden antrifft. Tatsache ist, dass die Verlängerung der Süd-Ost-Tangente nur zwei Zugangswege kurz tangieren würde. Da von einer Zerstörung des Naherholungsgebietes Fischerberg mit Heiliger Staude bis nach Almesbach und zum Aussichtsturm zu sprechen, ist gewagt.

Herr Fürst hat Angst, dass die Freizeitsuchenden durch eine Umgehungsstraße beschallt werden. Nur bei zwei der vielen Zugangswege, die ins Fischerbergebiet führen, käme man laut Plan in die Nähe der Umgehungsstraße. Nach einer Über- oder Unterquerung der Straße würde der Verkehrslärm binnen weniger Minuten verhallen. Sobald man sich im eigentlichen Naherholungsgebiet des Fischerbergs bewegt, würde man von einer Umgehungsstraße nichts mehr hören. Bei der Diskussion wird vergessen, dass die vielen Anlieger der Vohenstraußer- und der angrenzenden Wohnstraßen den übermäßigen Verkehrslärm, die Luftverschmutzung und die Verkehrsbehinderungen, im Gegensatz zu Erholungssuchenden nicht Minuten, sondern den ganzen Tag über ertragen müssen.

Noch eine kurze Bemerkung zur Verkehrsbelastung der von Herrn Fürst angeführten Straßen (Frauenrichter Straße etwa). Selbstverständlich sollten auch sie von übermäßigem Verkehr entlastet werden. Man kann aber doch nicht Straßen, für die nicht ansatzweise eine Lösungsmöglichkeit für eine Verkehrsentlastung erkennbar ist, als Argument für eine Ablehnung der verlängerten Tangente heranziehen. Es kann nicht Sinn und Zweck einer Umgehungsstraße sein, sie nicht fertigzustellen und den Verkehr in Wohngebiete zu lenken. Nicht umsonst befürworten Fachstellen die Vollendung der Süd-Ost-Tangente.

Hans KalteneckerWeiden-Ost

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