Niederlage für Marine Le Pen: Ihre Front National kann keine Region für sich gewinnen
Rechtsextreme in Frankreich geschlagen

Marine Le Pen. Bild: dpa

Paris. (dpa) Eine Woche nach ihrem Triumph bei den Regionalwahlen haben die französischen Rechtsextremen im zweiten Durchgang eine bittere Niederlage einstecken müssen. Die Front National (FN) von Parteichefin Marine Le Pen konnte am Sonntag keine der Regionen für sich gewinnen. Überall liegen Kandidaten der regierenden Sozialisten und der oppositionellen Republikaner vorn, wie der französische Fernsehsender BFMTV unter Berufung auf Prognosen der Institute Opinion Way und B2S berichtete. Die Regionalwahlen waren die letzte landesweite Entscheidung vor der Präsidentschaftswahl 2017. Trotz Erfolgen im ersten Wahlgang hatte die FN bereits in Umfragen hinten gelegen.

Die Sozialisten von Staatschef François Hollande und die Republikaner unter Ex-Präsident Nicolas Sarkozy hatten nach dem ersten Wahlgang versucht, ihre Wähler stärker zu mobilisieren. Bei der entscheidenden zweiten Runde zeichnete sich dann ein klares Plus bei der Beteiligung ab. Bis zum Nachmittag gingen gut 50,5 Prozent der rund 45 Millionen Stimmberechtigten zur Wahl.

In der ersten Runde hatte die FN mit 27,7 Prozent ihr landesweit bestes Ergebnis erzielt - vor den Konservativen um Ex-Präsident Nicolas Sarkozy (26,7) und dem Bündnis der regierenden Sozialisten von Präsident François Hollande (23,1). In 6 der 17 zur Wahl stehenden Regionen lagen die Rechtsextremen vorn.

Viele Franzosen haben in neu zugeschnittenen Regionen gewählt. Nach einer Reform ist das Land nun in 13 statt 22 Regionen aufgeteilt. Hinzu kommen fünf Überseeregionen, in vier davon wurde gewählt.
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