Niedrigzinsen erfreuen Häuslebauer, dennoch ist eine gute Planung unverzichtbar
Günstiger wird's nicht

Fleißige Sparer sind angesichts der niedrigen Erträge frustriert, doch angehende Eigenheimbesitzer jubeln über den extrem niedrigen Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Unter anderem sorgt dies auch für mehr Baugenehmigungen: Im ersten Halbjahr 2014 wurden laut Statistischem Bundesamt 136 800 Wohnungen in Deutschland genehmigt. Das war ein Plus von knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

"Trotz der Begeisterung über die niedrigen Darlehenskosten sollten angehende Bauherren Wert auf eine umfassende Beratung legen, die auch alle Nebenkosten eines solchen Projekts miteinbezieht", raten Finanzierungs-Experten. Denn auch eine sehr günstige Finanzierung kann durch ungeplante Kosten zu einer riskanten Angelegenheit werden.

Auf Nummer sicher

Mindestens die Grunderwerbssteuern, die Notargebühren und die Umzugskosten sollten Immobilienkäufer aus eigenen Mitteln finanzieren können, dadurch wird die spätere monatliche Belastung geringer. Generell empfehlenswert ist allerdings ein Eigenkapitalanteil in Höhe von 20 bis 30 Prozent.

Auch ein umfassender Versicherungsschutz darf nicht vernachlässigt werden. Für Bauherren sind die Bauherrenhaftpflicht- und die Feuerrohbauversicherung ebenso wichtig wie die Bauleistungs- und die Bauhelfer-Unfallversicherung.

Beratung bis ins Detail

Auch wer sein Traumhaus erst zu einem späteren Zeitpunkt kaufen oder bauen möchte, kann schon jetzt etwas zur Seite legen und sich beraten lassen. Ein Vermögensberater hilft, die eigene finanzielle Situation realistisch zu analysieren. "Bei Plänen zum Immobilienerwerb gilt es, individuelle Lösungen zu finden", so die Finanzexperten.

Zudem sollte man sich über die Möglichkeiten informieren, die ein Bausparvertrag oder der sogenannte Wohn-Riester bei der Finanzierung spielen können. Ein kleines finanzielles Polster ist im Übrigen immer unverzichtbar - es kommt spätestens dann zum Einsatz, wenn bei der Immobilie Reparaturen anfallen sollten. (djd/pt)
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