Noch heute lachen die Menschen über Charlie Chaplin
Der Clown im Anzug

Wenn jemand eins auf den Deckel bekommt, ist das eigentlich nicht komisch. Doch es gibt Filme, die trotzdem lustig sind. Solche Filme hat Charlie Chaplin gedreht. Er spielte darin oft den ungeschickten Spaßmacher, der sich selbst immer in Schwierigkeiten bringt.

Schwarzer Hut, Anzug, Schnurrbart, Spazierstock und riesige, ausgelatschte Schuhe. Und die Füße nach außen gedreht, so dass er watschelt wie eine Ente: So sah der Schauspieler Charlie Chaplin in vielen seiner Filme aus.

Zunächst ohne Ton

Charlie Chaplin ist ein weltberühmter Schauspieler. Er wurde vor 125 Jahren geboren. Vor rund 100 Jahren hat er seine ersten Filme gedreht - in Schwarz-Weiß und ohne Ton! Später drehte er auch Filme, in denen gesprochen wurde.

Über seine Werke lachen Menschen in aller Welt auch heute noch. Das Komische daran: Ständig passieren ihm Missgeschicke. Er rutscht aus, stolpert oder legt sich mit den falschen Leuten an. Die sind stärker als er und zahlen es ihm heim. Doch am Schluss gewinnt Chaplin trotzdem oft. Er trickst die Mächtigen und Starken aus. Dann sind sie die Dummen, über die alle lachen.

"Er tut das, was wir manchmal auch gerne tun würden", erklärt Chaplin-Experte Wilhelm Staudinger. Zum Beispiel Polizisten ein Bein stellen. Über einen Angeber lachen, der auf einer Bananenschale ausrutscht. Oder einem Obsthändler einen Apfel klauen.
Auch wenn jeder weiß, dass es nicht immer richtig ist - komisch finden es die meisten Leute trotzdem, wenn die Mächtigen eins auf den Deckel bekommen. Charlie Chaplin selbst beschrieb das einmal so: "Alle meine Filme bauen auf der Idee auf, mich in Schwierigkeiten zu bringen" - danach versuchte er immer, aus dem Schlamassel wieder herauszukommen. Dabei benahm er sich oft wie ein feiner Herr, auch wenn er eher wie ein armer Mann aussah.

Nicht immer komisch

Doch nicht alle seine Filme sind komisch. Manche sind auch ein bisschen traurig. Zum Beispiel "The Kid". Darin lässt eine Mutter ihr Baby einfach irgendwo liegen und geht weg. Doch der Junge hat Glück: Charlie Chaplin findet ihn und zieht ihn groß.

"Mit seinen Filmen hat er sich für die Schwächeren und Unterdrückten eingesetzt", sagt Film-Experte Norbert Aping. Das lag vielleicht auch daran, dass der Schauspieler selbst eine schwere Kindheit hatte und bitterarm war. Trotzdem wurde er ein Weltstar, weil er so gut schauspielerte. Aber auch, weil er so fleißig war. (dpa)
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