Nürnberg.
Aus der Berufswelt Jung und ohne Job

(dpa) Um in jungen Jahren nicht arbeitslos zu werden, ist der Schlüssel nach wie vor eine Berufsausbildung. Rund 60 Prozent der jungen Erwerbslosen haben keine abgeschlossene Ausbildung, sagt Paul Ebsen von der Bundesarbeitsagentur. Schulabgänger sollten deshalb um fast jeden Preis versuchen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen - und die Lehre auch fertig zu machen. Gibt es im Traumjob keine freien Stellen, rät Ebsen, sich nach Alternativen umzusehen, die mit dem Job vergleichbar sind. Gibt es vor Ort zum Beispiel keine freien Stellen als Kfz-Mechatroniker, ist möglicherweise eine Lehre als Zweirad-Mechatroniker eine Möglichkeit. Wer unsicher ist, welche Alternativen es gibt, kann sich von der Bundesarbeitsagentur beraten lassen.

Wer partout keinen Ausbildungsplatz bekommt, sollte auch überlegen, umzuziehen. Das ist zwar ein großer Schritt. Doch nicht selten ist es so, dass zum Beispiel im Süden alle Stellen im Wunschberuf besetzt sind, während es im Norden noch viele Möglichkeiten gibt, erklärt Ebsen. Wer sich dafür entscheidet, hat die Möglichkeit, finanzielle Unterstützung zu erhalten - etwa im Rahmen von Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). BAB müssen Jugendliche bei der Arbeitsagentur vor Ort beantragen.

Krankgeschrieben

Bremen.(dpa) Fühlen Mitarbeiter sich wieder fit, dürfen sie zur Arbeit gehen, selbst wenn sie noch krankgeschrieben sind. Darauf weist das Bremer Arbeitnehmer Magazin hin (Ausgabe 6/2015). Die Krankschreibung sei kein Arbeitsverbot, sondern eine Prognose, wie lange jemand voraussichtlich krank ist. Wer frühzeitig zur Arbeit zurückkehrt, genießt trotzdem Unfallversicherungsschutz. Hat der Arbeitgeber den Eindruck, dass Mitarbeiter noch nicht einsatzfähig sind, muss er sie allerdings wieder nach Hause schicken.
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