Nur der Ball springt Trampolin

Die Sportart Spikeball ist eher unbekannt. Dabei macht sie total viel Spaß. Das Gute ist, dass man nicht besonders viel dafür braucht: einen Ring mit Netz, ein paar Freunde, einen Ball - und schon geht's los.

Was macht ihr denn da? Die Leute drumherum gucken den vier Mädchen verwundert zu. Die Gruppe steht um einen Ring herum, der auf kleinen Füßen steht. In der Mitte ist ein Netz gespannt. Allerdings springen die Mädchen nicht etwa darauf herum wie auf einem Trampolin. Stattdessen schmettern sie einen Gummiball auf das Netz.

Spaß am Spiel

"Komm schon, spiel den Ball zu mir!", fordert Emely. "He, nicht drängeln! Du haust mir ja auf die Finger!", ruft Antonia und kichert. Die Mädchen haben Spaß, das sieht man sofort. Das Spiel, über das sich die Zuschauer so wundern, heißt Spikeball (sprich: Spaikbohl).

Spikeball lässt sich ein bisschen mit Volleyball vergleichen. Auch der Name kommt daher. Spikeball ist englisch und heißt Schmetterball. So wird auch der Ball genannt, den Volleyballer mit viel Wucht über das Netz zum Gegner schlagen.

Beim Spikeball muss der Ball aber nicht über das Netz gespielt werden, sondern mitten hinein. Das heißt: direkt auf den bespannten Ring, der wie ein kleines Trampolin aussieht. Von dort fliegt der Ball zum nächsten Spieler.

Normalerweise treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Ein Team besteht aus zwei Spielern. Die Sportart ist bislang noch eher unbekannt. Deshalb gibt es auch noch keine großen Vereine oder Ligen. Und es ist nicht so leicht, andere Leute zu finden, die Spikeball spielen.

Gar nicht neu

Dabei ist die Idee für die Sportart gar nicht so neu. "Das Spiel kommt eigentlich aus Amerika", erklärt der Fachmann Frank Reinecke. "Doch dort ist es in Vergessenheit geraten." Frank Reinecke hat Spikeball wiederentdeckt. Nun versucht er, das Spiel bekannter zu machen. In der Stadt Berlin will er gerade ein paar Turniere veranstalten. Dadurch sollen auch Lehrer und Schüler das Spiel besser kennenlernen.

"Spikeball macht Spaß und schult die Reflexe", sagt Frank Reinecke. Auch Antonia findet: "Man muss ganz schön schnell reagieren. Wenn der Ball aus dem Netz springt, weiß man nie ganz genau, in welche Richtung." (dpa)
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