Nur ein einziges Ding

Die Heimat verlassen, nur wenige Dinge mitnehmen können. Dazu noch entscheiden, welche Dinge das sind. Dem müssen sich Tag für Tag Kinder und Jugendliche in manchen Ländern stellen.

Sie verlassen ihr Zuhause, weil dort Krieg und Gewalt herrschen. Oft fliehen sie ohne ihre Eltern.

Sie kommen zum Beispiel zu uns, um hier Schutz zu finden. Einer von ihnen ist der 16 Jahre alte Imran. Er hat seine Heimat Afghanistan verlassen. Seine Eltern blieben dort. Als er ging, schenkte ihm seine Mutter eine Kette mit einem Herz-Anhänger. Doch er verlor das Geschenk seiner Mutter auf der Flucht.

Neue Kette gekauft

Hier in Deutschland sparte er und kaufte sich dann eine ähnliche Kette. "Der Anhänger ist eine Möglichkeit für mich, mich mit ihr verbunden zu fühlen, und sie bei mir zu tragen," sagt Imran.

Sein Anhänger ist jetzt bei einer Ausstellung zu sehen, die heute in der Stadt Würzburg in Franken eröffnet wird.

Zehn junge Flüchtlinge haben dafür Dinge fotografiert, die ihnen als Erinnerung an ihre Heimat geblieben sind. Etwa ein Wörterbuch, ein besonderes Bild oder eine selbst gebastelte Tasse. Manche haben dazu auch etwas über ihre Flucht geschrieben - und wie sie fast alles in ihrer Heimat zurücklassen mussten. (dpa)
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