Nur einmal im Leben

Gerade entsteht eine neue Seilbahn. Sie soll einmal Menschen auf die Zugspitze bringen. Das ist ein Berg in den Alpen. Wegen der neuen Seilbahn gibt es dort oben eine besondere Baustelle - die höchste in ganz Deutschland.

Ein Kran, Bagger, Bauarbeiter, Beton, Werkzeuge - das hier ist eine Baustelle. Allerdings keine normale. Rechts und links geht es Hunderte Meter in die Tiefe. Die Baustelle liegt auf fast 3000 Metern Höhe auf einem Berg - auf der Zugspitze. Genau ist die Zugspitze 2962 Meter hoch. Es ist der höchste Berg in Deutschland. Er liegt im Gebirge Alpen.

4000 Besucher pro Tag

Ungewöhnlich ist auch das, was auf dieser Baustelle gerade entsteht: eine neue Seilbahn. "So etwas baut man nur einmal im Leben", sagt Martin Hurm. Er leitet die Baustelle. Der Mann ist auch für die alte Seilbahn verantwortlich, die jetzt noch jeden Tag die Besucher vom Tal auf den Berg bringt.

Mit der Seilbahn fahren viele Besucher hoch auf die Zugspitze. Manchmal 4000 an einem einzigen Tag. "Vor allem im Sommer müssen die Leute manchmal länger warten", erklärt Martin Hurm. "Die neue Seilbahn kann mehr Gäste befördern." Deshalb gibt es jetzt die Baustelle. Die Touristen können zuschauen, wie ein Kran Beton oder Maschinen einmal über den Gipfel des Berges zur Baustelle befördert. Oder wie ein Bagger mit einem Presslufthammer Steine aus dem Felsen schlägt. Das sieht ziemlich gefährlich aus. "Der Bagger ist zum Beispiel mit einem Stahlseil befestigt - da kann nichts passieren", sagt der Experte.

Angst vor der Höhe hat hier keiner: "Für die Arbeiter ist das eine Baustelle wie jede andere auch." Das stimmt - aber nur weil hier Bauarbeiter sind, die schon öfter auf Berg-Baustellen gearbeitet haben. Jeder Einzelne ist deshalb ein Fachmann. Die Bauarbeiter tragen Helme und dicke Arbeitskleidung. Denn hier oben ist es oft bitterkalt. Ein paar Mal hat es sogar schon geschneit. Die neue Bahn soll Ende 2017 fertig sein. Doch wenn der Winter richtig losgeht, hören die Bauarbeiter auf zu werkeln.

Fundamente setzen

Bis dahin aber müssen sie noch einiges schaffen. Die Fundamente etwa, die später die neue Bergstation der Seilbahn tragen, sollen noch dieses Jahr stehen. Martin Hurm glaubt, dass sie das schaffen: "Solange wir nicht jeden Morgen Schnee von der Baustelle schaufeln müssen, machen wir hier weiter." (dpa)
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