Oberbibrach feiert Kirchweih - Horrido-Express und Strange Days gastieren
Umzug und Gstanzlsingen

(edo) "Wer hout Kirwa - uns hout Kirwa", so lautet der Schlachtruf, der rund ums dritte Augustwochenende (20. bis 14. August) fünf Tage lang alljährlich durch die Straßen und Gassen der 500-Seelen-Gemeinde in der nördlichen Oberpfalz hallt.

Und dieser Spruch sagt eigentlich schon alles: Die Bevölkerung feiert dieses Fest nicht, es wird von ihm sozusagen vollumfänglich in Besitz genommen: Alle sind in den Wirtshäusern, Kneipen und Festzelten unterwegs, lang überlieferte Bräuche werden gepflegt und es gibt sogar noch einen "Kirwazug" inklusive Derblecken der Dorfprominenz.

Los geht's am Donnerstag mit Krenfleischessen und Livemusik der Kombo "Die lustigen Bauernseufzer" im Schützenhaus. Bei Einbruch der Dunkelheit wird das Kirwarelikt des vergangenen Jahres aus ihrem geheimen Grab befreit und somit der Kirwageist 2015 animiert.

Am Freitag können gemischt- und gleichgeschlechtliche Paare beim "Er-und-Sie-Schießen" ihr Glück probieren. Musiker aus Oberfranken geben den Ton auf der Bühne an und die Schützenjugend präsentiert bayerische Tänze.

Am Samstag öffnet Hugos Pilspub seine Pforten. Dort sind "Strange Days" zu Gast. Es sind die Klassiker der Rockgeschichte, denen sich die Band verschrieben hat.

Höhepunkt des Treibens ist der Sonntag, der mit einem Frühschoppen im Schützenhaus startet und nahtlos ins Mittagessen übergeht (um Voranmeldung wird gebeten, Telefon: 09205/555). Ab 14 Uhr schlängelt sich Umzug durch die Straßen. Auf Schildern, Wägen und nicht zuletzt beim "Gstanzl-Singen" am Stachus werden sowohl das Dorfgeschehen als auch Ereignisse von globaler Bedeutung schonungslos aufgearbeitet. Im Anschluss gibt es Kaffee und Kuchen. Im Schützenhaus findet sich ab 16 Uhr die Musikerszene Nordbayerns zum Musikantentreffen ein.

Zum Kirwa-Kehraus am Montag lässt der "Horrido-Express" den Tanzboden im Schützenheim erbeben. Zudem werden die Preise vom "Er-und-Sie-Schießen" verliehen. Die Schützenküche ist bis auf Samstag, an dem die Sebastian-Jünger eine Pause einlegen, ebenso wie die Bar rund um die Uhr geöffnet. Auch im Kirwazelt in der Weinbergstraße wird fünf Tage lang aufgekocht - es stehen unter anderem Krenfleisch, Braten und andere Schmankerln auf der umfangreichen Speisenkarte.
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