Oft kleine Säuger

Tagsüber, wenn es hell ist, sind wir wach. Nachts wird geschlafen. So ist das jedenfalls bei den meisten Menschen. Bei vielen Tieren aber ist es genau umgekehrt. Sie machen die Nacht zum Tag. Dabei haben sie sich mit ganz besonderen Sinnen an die Dunkelheit angepasst.

Es ist mitten in der Nacht und dunkel. Die meisten Menschen liegen in ihren Betten und schlummern. Auch Tiere haben sich in ihre Behausungen zurückgezogen. Doch was ist das? Da raschelt, knackt und flattert es im Wald. Viele Wesen sind gerade jetzt munter.



Fachleute nennen sie nachtaktive Tiere. Oft sind es kleine Säugetiere, wie zum Beispiel Igel, Mäuse oder Hamster. Aber auch Füchse und Wildschweine sind nachtaktiv. Forscher vermuten unter anderem, dass die Vorfahren dieser Tiere in der Dunkelheit Schutz gesucht haben. So konnten sie am besten ihren Fressfeinden aus dem Weg gehen. Tagsüber schlafen nachtaktive Tiere viel, etwa in Höhlen oder auf Bäumen. Wird es dunkel, kriechen sie aus ihren Verstecken.

Sie alle haben sich mit ihren Sinnen bestens an das Leben in der Nacht angepasst. Der Fuchs zum Beispiel hat ein besonders gutes Gehör. Seine großen, spitzen Ohren kann er in verschiedene Richtungen bewegen. Damit hört er Beutetiere in seiner Nähe, aber auch die Rufe anderer Füchse in der Ferne. "Bei der Jagd ist es schwer, kleine Tiere wie Mäuse im hohen Gras zu sehen", erklärt die Expertin Katrin Koch. "Da kann sich der Fuchs ganz auf seine guten Ohren verlassen."

Feines Näschen

Und es gibt noch mehr Sinne, die nachtaktive Tiere im Dunkeln nutzen. Eine feine Spürnase etwa. Bekannt für ihre guten Riecher sind die Wildschweine. "Sie können sogar Larven erschnüffeln, die in der Erde stecken", sagt Katrin Koch. Mit ihren Rüsseln wühlen sie die Erde auf und gelangen dadurch an ihr Futter. Es gibt auch Tiere, die trotz der Dunkelheit gut sehen können. Zum Beispiel haben sie Pupillen, die sich im Dunkeln sehr weit öffnen und mehr Licht einfangen. Am Tag ziehen sich die Pupillen zusammen.

Manche Augen, wie etwa die von Katzen, können darüber hinaus noch mehr. Katrin Koch erzählt: Diese Tiere haben im Auge noch eine besondere Spiegel-Schicht. Die verstärkt das Licht. Diese Schicht ist auch der Grund, warum Katzenaugen so stark funkeln, wenn sie aus dem Dunkeln ins Licht laufen oder sie von einer Kamera angeblitzt werden.
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