Opel nutzt Facelift des Insignia für völlig neues Bedienkonzept
Smartphone auf Rädern

Den neuen Insignia bietet Opel auch als Country-Tourer im robusten Look an. Bild: Opel

Manchmal sind also auch Autohersteller noch für Kritik von Kunden und Kennern empfänglich. Opel jedenfalls hat verstanden und im Cockpit des neuen Insignia den Krieg der Knöpfe beendet. An deren Stelle tritt ein intuitives Bedienkonzept, das an die Logik der Smartphone-Funktionen angelehnt ist. Außerdem gibt es neue zugkräftige Motoren, die es in sich haben. Die Preise starten bei 24 325 Euro für die Limousine.

Schaltzentrale ist die neue Mittelkonsole mit einem - zumindest in den beiden Top-Ausstattungen "Sport" und "Innovation" - acht Zoll großen Farb-Touchscreen, über den das Infotainment-System bedienbar ist. Vom Startbild aus kann der Fahrer Radiosender, Musiktitel, angeschlossene Medien, Smartphone-Verbindungen und -Apps oder 3D-Navigation auswählen.

Hinzu kommt, dass auch das Kombiinstrument mit einem ebenso bis acht Zoll großen, hochauflösenden Farbdisplay als Sonderausstattung zu haben ist. Es bietet klassische Anzeigen wie Tacho, Drehzahl, Tankinhalt mit Audio- und Navigationshinweisen. Wer jedoch ein Smartphone kennt und nutzt, hat die Bedienlogik nach kurzer Spielerei schnell begriffen und bewegt sich souverän durch die Menüs. Für alle Fälle lassen sich elementare Funktionen wie Klimaanlage, Heizung, Umluftschalter oder Audiolautstärke nach wie vor mit einem Tastendruck regeln.

Doch auch unter der Motorhaube hat Opels Smartphone auf Rädern Beeindruckendes zu bieten. Fünf neue Triebwerke finden sich unter den insgesamt zehn Motorvarianten im Spektrum von 120 PS bis 325 PS. Allen voran die beiden neuen Turbo-Benzindirekteinspritzer: Erstmals zum Einsatz kommt der neue 2,0-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor mit 250 PS. Er entwickelt ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern und ist nur mit Allradantrieb im Angebot. Verwundert reibt sich die Augen, wer den Normverbrauch des neuen 2,0-Liter-Turbodiesels sieht. In beiden Leistungsstufen mit 120 PS und 140 PS sollen sich Vier- und Fünftürer mit 3,7 Liter Diesel (entspricht 99 g/km CO2) begnügen - was zurzeit kein anderer Mittelklässler schafft. Auf der Straße waren es während der Testfahrt am Ende doch 5,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer.
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