Paar gibt schwer verletztes Kind in Hamburger Praxis ab und flieht
Vierjährige überlebt Not-OP

Notfallpraxis in Hamburg. Bild: dpa

Hamburg. Ein Paar soll ein lebensgefährlich verletztes Kind in einer Hamburger Notfallpraxis abgegeben haben und dann verschwunden sein. Das vier Jahre alte Mädchen konnte nach Informationen der "Hamburger Morgenpost", des "Hamburger Abendblatts" und der "Bild"-Zeitung (Donnerstag) mit einer Notoperation gerettet werden. Die Mitarbeiter der Notfallpraxis hätten am Sonntag sofort die Polizei alarmiert.

Mehrere Fälle von schwerer Kindesmisshandlung erschütterten die Hansestadt in den vergangenen Jahren. So starb 2012 die elfjährige Chantal an einer Überdosis Methadon; die Heroin-Ersatzdroge war für ihre Pflegeeltern gedacht.

Die dreijährige Yagmur überlebte 2013 die Misshandlungen ihrer Mutter nicht. Zwei Jahre später soll ein 27-Jähriger seinen einjährigen Stiefsohn Tayler zu Tode geschüttelt haben. Der Mann muss sich derzeit vor Gericht verantworten. Im November vergangenen Jahres hatten Ärzte mit einer Notoperation das Leben eines neun Monate alten Babys gerettet. Die Eltern stehen unter Verdacht, den kleinen Deljo beinahe zu Tode geschüttelt zu haben. Gegen die 26 Jahre alte Mutter und den 22 Jahre alten Vater wird wegen Verdachts des versuchten Totschlags ermittelt, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte.
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