Paketversand vor Weihnachten
Damit die Weihnachtsgeschenke auch ankommen

Wer Pakete vor Weihnachten zur Post bringt, sollte beim Verschicken auf Schleifen und Kordeln verzichten. Denn sonst kann es zu Lieferverzögerungen kommen. Bild: dpa

Mit bunten Schleifen und glitzerndem Papier wirken Geschenke schön festlich. Doch beim Versand von Paketen oder Päckchen ist eine solche Dekoration unpraktisch. Wir sagen, was man beachten sollten, damit die Weihnachtsgeschenke auch wirklich rechtzeitig zum Fest ankommen.

Berlin. Sind Geschenke aufwendig verpackt, sollte man sie zum Versand in einen schlichten Karton packen. Nicht, um die Spannung zu steigern, sondern damit sie rechtzeitig ankommen. Idealerweise verschließt man sie mit Klebeband. "Kordeln, Bänder oder lockeres Geschenkpapier können in den automatischen Sortieranlagen leicht hängen bleiben", erklärt Elmar Müller, Sprecher des Deutschen Post-Verbandes (DVPT). Die Maschinen könnten dadurch blockieren - im schlimmsten Fall verzögert sich dann die Lieferung.

Alte Aufkleber entfernen


Zum Verschicken eignen sich neben neue Kartons durchaus auch alte Pakete oder Päckchen-Hüllen. "Dann sollten Kunden allerdings sicherstellen, dass sich darauf kein alter Barcode oder alte Aufkleber mehr befinden", rät Ingo Bertram von Kurierdienst Hermes. Die Überbleibsel früherer Reisen auf dem Paketen können die Sortiermaschinen verwirren. Um weiteren Missverständnissen vorzubeugen, hilft eine deutlich lesbare Schrift. "Kunden sollten neben dem Spitznamen auf den Paketschein auf jeden Fall auch den vollen Namen angeben", sagt Peter Rey, Sprecher der Versandfirma DPD Deutschland. Er rät: Wer ein Geschenk an ein Kind schicken will, sollte das Paket außerdem an die ganze Familie adressieren, damit es keine Probleme bei der Abholung im Paketshop gibt - denn dort gilt Ausweispflicht.

Für den sicheren Transport gibt die Pakettochter der Post, DHL, auf der Unternehmenswebsite Tipps: Kunden sollten unter anderem die kleinstmögliche Verpackungsgröße wählen und Hohlräume idealerweise auspolstern. Schwere Gegenstände gehören im Paket immer nach unten. Und wer Parfüm oder Cremes verschicken will, sollte die Ware zusätzlich in einen Beutel packen. Nur so lässt sich ein Auslaufen im Paket vermeiden.

Gerade zerbrechliche Geschenke sollten Kunden mit Luftkissenmaterial einwickeln, rät der Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK). Denn ein Hinweis mit "Vorsicht zerbrechlich" reicht in der Regel nicht, da auch filigrane Geschenke teils mit anderen sehr schweren Paketen transportiert werden. Ein weiterer Tipp vom BIEK: Zusätzlich zur Beschriftung auf dem Paket sollte auch im Paket ein Zettel mit Angaben zu Empfänger und Absender liegen.

Damit der Teddybär, der Tablet-PC oder das Buch auch wirklich am Fest unter dem Baum liegen, sollten Verwandte und Freunde die Geschenke rechtzeitig abschicken. Dieses Jahr liegt Heiligabend auf einen Donnerstag. Die Annahmestellen sind also bis kurz vor Weihnachten geöffnet - ein Vorteil. Welche Fristen Verbraucher beachten müssen - ein Überblick:

Für den Versand innerhalb Deutschlands gilt: "Pakete und Päckchen kommen rechtzeitig an, wenn Kunden sie zwei bis drei Tage vorher beim Paketshop oder in der Postfiliale abgeben", sagt Elmar Müller, Sprecher des Deutschen Post-Verbandes (DVPT). Bei vielen Anbietern können Kunden auch noch einen Tag vor dem Fest Pakete innerhalb Deutschlands aufgeben - dann sei jedoch nicht garantiert, dass diese auch noch zum Fest ankommen, warnt Müller.

Die Empfehlungen variieren je nach Anbieter: Hermes -Kunden sollten ihre Weihnachtspakete in die Paketshops bis zum 22. Dezember um 12 Uhr bringen. Das gilt auch für DPD -Kunden. Bei der Deutschen-Post-Tochter DHL haben die Kunden dafür am selben Tag bis 18 Uhr Zeit, wenn sie die Geschenke in Partnerfilialen oder einem DHL-Paketshop bringen. Kommen Kunden in eine Postfiliale, können sie die Weihnachtspakete sogar bis zum 23. Dezember um 10 Uhr abgeben.

Wer keine Lust auf lange Schlangen hat, kann gegen einen Aufpreis das Paket von einem Boten an der Haustür abholen lassen. Die Fristen sind je nach Anbieter unterschiedlich: Hermes -Kunden müssen einen entsprechenden Auftrag etwa bis zum 21. Dezember um 20 Uhr stellen, DPD -Kunden müssen den Boten bis Sonntag, 20. Dezember, beauftragen. In beiden Fällen erfolgt die Abholung am 22. Dezember.

Müller rät generell zu einer frühen Paket-Abgabe, denn witterungsbedingt könne es immer zu Verzögerungen kommen. "Bei heftigen Schneefällen kann es sein, dass die Fahrer langsamer fahren müssen", bestätigt auch Ingo Bertram von Hermes. Wer also auf der sicheren Seite sein will, sollte etwas mehr Zeit einplanen.

Express kostet mehr


Alternativ können Kunden, die spät dran sind, auch den Express-Versand wählen - er ist durchschnittlich etwas teurer. Expresspakete können Kunden innerhalb Deutschlands bis zum 23. Dezember aufgegeben. Darauf macht der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) aufmerksam, der unter anderem Anbieter wie UPS, GO und TNT vertritt.

Für den internationalen Versand gilt die Faustregel: "Je weiter weg, umso früher sollten Kunden das Paket verschicken", sagt Peter Rey, Sprecher von DPD Deutschland. Innerhalb der EU empfiehlt Rey für die Abgabe einen Zeitraum zwischen dem 17. und dem 21. Dezember - je nach Land. Die Deutsche-Post-Tochter DHL rät Kunden für den Versand innerhalb Europas, das Paket bis zum 11. Dezember aufzugeben.

Wer Geschenke weltweit verschicken will, kann dafür beispielsweise UPS, GO oder DHL beauftragen. Dann müssen Kunden in der Regel noch längere Vorlaufzeiten einplanen. Bei der Deutsche-Post-Tochter DHL gilt beispielsweise für den Versand in außereuropäische Länder beim Standard-Tarif der 2. Dezember als Stichtag für die Abgabe, damit Freunde und Verwandte die Pakete noch an Weihnachten auspacken können.

___



Hilfe-Seite bei Problemen mit dem Versand:

www.verbraucherzentrale.de/paket-aerger
Kordeln, Bänder oder lockeres Geschenkpapier können in den automatischen Sortieranlagen leicht hängen bleiben.Elmar Müller, Sprecher des Deutschen Post-Verbandes
Pakete und Päckchen kommen rechtzeitig an, wenn Kunden sie zwei bis drei Tage vorher beim Paketshop oder in der Postfiliale abgeben.Elmar Müller
Weitere Beiträge zu den Themen: Post (30)Weihnachtsgeschenke (2)Paketversand (2)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.