Parfum vom Meeresgrund

Es ist ein Schiffsunglück, das schon lange her ist. Trotzdem reden noch heute viele Menschen darüber. Das Schiff hieß Titanic, und es war das größte seiner Zeit. Zu den Passagieren gehörte auch Adolphe Saalfeld. Er handelte mit Parfüm.

Adolphe Saalfeld war ein Mann, der sein Geld mit schönen Dingen verdiente. Er stellte Parfüms her, die nach Blüten oder anderen süßen Sachen dufteten.

Aufbruch nach Amerika

Vor mehr als 100 Jahren unternahm Herr Saalfeld eine große Reise: Er wollte mit dem Schiff von England nach Amerika reisen, um dort sein Parfüm zu verkaufen. Herr Saalfeld fuhr nicht mit irgendeinem Dampfer, sondern mit der berühmten Titanic. Als sie gebaut wurde, war sie das größte Passagierschiff der Welt.

Aber auf der ersten Reise passierte etwas Schlimmes. Die Titanic rammte nachts im Meer einen Eisberg. Sie lief voll Wasser, zerbrach und ging unter. Dabei kamen viele Menschen ums Leben. Herr Saalfeld hatte Glück: Er wurde gerettet. Er lebte noch einige Jahre und verkaufte weiter Parfüm.

Die Titanic liegt seit dem Tag des Untergangs tief unten auf dem Grund des Meeres. Zusammen mit vielen Sachen, die den Passagieren gehörten. Mehr als 70 Jahre hat es gedauert, bis das Wrack gefunden wurde. Denn die Titanic brach beim Untergang in zwei Teile. Und die trieben nach dem Untergang noch ein gutes Stück ab.

U-Boot und Roboter

Taucher kommen dort nicht hin, weil es viel zu tief ist. Aber mutige Forscher haben mit einem Spezial-U-Boot und mit Tauchrobotern viele Gegenstände nach oben geholt.

Viele davon kann man gerade in einer Ausstellung in Speyer sehen. Das liegt im Bundesland Rheinland-Pfalz. Dort sind auch Kabinen der Titanic nachgebaut. Da gibt es Tassen und Teller, Schmuck, Weinflaschen, Haarbürsten, Kleidungsstücke und ein Fernglas. Fotos zeigen Herrn Saalfeld und viele andere Menschen, die mit dem Schiff reisten.

Und es sind sogar einige Parfümfläschchen zu sehen, die Herr Saalfeld dabei hatte. Sie steckten in einem Lederetui und blieben deshalb erhalten. Einige davon duften sogar heute noch nach Blüten und süßen Sachen. (dpa)
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