Patzer im Lebenslauf - Fünf typische Fehler
Keine Unterschrift, schlechte Hobbys

(dpa/tmn) Den eigenen Werdegang kurz und knackig darzulegen, ist oft gar nicht so leicht: Mancher verliert sich, wenn er den Lebenslauf erstellt. Häufig kommen Bewerber dabei an den gleichen Stellen ins Trudeln. Jürgen Hesse, Karriereberater aus Berlin, erzählt, welche Fehler er immer wieder sieht:

Unterschrift vergessen:Ein Lebenslauf muss genau wie ein Anschreiben am Ende immer unterschrieben werden. Machen Jobsuchende das nicht, sei das ein schwerer Formfehler, sagt Hesse. Wer sich dann zum Beispiel für einen Bürojob bewirbt, bei dem Sorgfalt besonders wichtig ist, wird unter Umständen gleich aussortiert.

Position zu knapp beschrieben: Zu ihrer letzten Arbeitsstelle schreiben viele nur den Namen des Unternehmens, den Standort sowie die Position, die sie dort bekleidet haben, sagt Hesse. Das ist zu wenig - der Personaler kann sich dann nur schlecht vorstellen, wie die Stelle konkret aussah. Besser ist, zwei oder drei Zeilen zu den Aufgaben zu schreiben, die Jobsuchende übernommen haben.

Chronologisch vorwärts erzählt: Mancher beginnt den Lebenslauf mit der Ausbildung - und nennt seine aktuelle Position erst ganz am Schluss. Das sei heute unüblich, erläutert Hesse. Besser ist, chronologisch rückwärts zu erzählen und mit der aktuellen Position zu beginnen. Die sei für den Personaler auch interessanter als die Ausbildung.

Langweilige Hobbys angeben: "Ich spiele gerne Karten" oder "Ich sammele Fingerhüte" - auch wenn es der Wahrheit entspricht: Solche Hobbys nennen Beschäftigte besser nicht. Hobbys sollten im Lebenslauf nur genannt werden, wenn Bewerber denken, dass sie damit beim Personaler Pluspunkte sammeln, rät Hesse. Das ist etwa der Fall, wenn sie in Zusammenhang mit der Arbeit stehen oder Teamfähigkeit demonstrieren.

Zeiten der Arbeitslosigkeit nennen: Waren Jobsuchende für wenige Monate arbeitslos, sollten sie diesen Zeitraum im Lebenslauf weglassen, rät Hesse. Schließlich versuchten Bewerber, sich im Lebenslauf im besten Licht darzustellen. Zu viel Ehrlichkeit sei in diesem Punkt nicht angebracht. Bei einer Arbeitslosigkeit von mehr als sechs Monaten ist es aber besser, etwas zu dieser Zeit zu schreiben. So können Bewerber etwa eine Fortbildung angeben, die sie in dieser Zeit gemacht haben.
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