Perseiden-Sternschnuppen [Aktualisierung: Wetteraussichten für Bayern]
Dauerfeuer am Himmel

Eine Sternschnuppe leuchtet am 13.08.2015 über der Nordsee bei Pilsum in Niedersachsen am Nachthimmel über dem Sternbild "Großer Wagen". In der Nacht vom 11.08.2016 auf den 12.08.2016 wird der Sternschnuppenstrom der Perseiden seine maximale Pracht entfalten.

Frankfurt/Stuttgart. In der Nacht zum Freitag können Himmelsbeobachter ein besonderes Schauspiel erleben - sofern das Wetter mitspielt: Vor allem in der zweiten Nachthälfte sollen pro Stunde bis zu 170 Sternschnuppen auf die Erde regnen. Zwischen 23 und 4 Uhr ist die beste Zeit, um die Sternschnuppen der Perseiden zu beobachten. Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst dämpfte am Mittwoch jedoch Hoffnungen auf klaren Himmel. "Da muss man schon auf Glück hoffen." In der Nacht zum Freitag gebe es am ehesten im Süden Deutschlands Lücken in der Wolkendecke.

Wetter-Aussichten "nicht so rosig"


Wolken statt Wünsche: Der miese Sommer kennt in Bayern auch beim Sternschnuppen-Regen in der Nacht zum Freitag kein Erbarmen. Höchstens in Teilen Südbayerns sei das Himmelsspektakel einigermaßen gut zu verfolgen, teilte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes am Donnerstag in München mit. Richtig düster sind die Chancen für Nordbayern: "Da geht das Ganze gegen Null."

Am Abend sollen in Franken dicke Wolken aufziehen und Regenfälle einsetzen. Diese würden nach und nach gen Süden ziehen, so dass auch dort im Laufe der Nacht immer schlechtere Bedingungen herrschten. Fazit des Experten für ganz Bayern: "Das sieht nicht so rosig aus."


Warm anziehen


Von Freitag auf Samstag wiederum könnten die Menschen im Westen und Südwesten Deutschlands hoffen, am nordöstlichen Sternenhimmel Nachzügler der Perseiden-Schauer zu sehen und sich etwas zu wünschen. Auch in der Nacht zum Donnerstag könnten Sternschnuppen gesichtet werden, vor allem nördlich der Mittelgebirge, so der Meteorologe. Ruppert rät bei der Himmelsbeobachtung zu warmer Kleidung. "Nicht nur den Liegestuhl mitnehmen, sondern auch die Fleecedecke." Eine Thermoskanne Tee könnte bei Temperaturen um die zehn Grad nicht schaden.


Jupiter hilft nach


Die Erdbahn kreuzt jedes Jahr im August den Perseidenstrom. In diesem Jahr regnet es dank Jupiter besonders viele Sternschnuppen. Denn der Gasriese kreuzt - wie etwa alle zwölf Jahre - die Kometenbahn, erläutert der Astronom Ulrich Keller aus Stuttgart. Seine Schwerkraft lenkt den Hauptteil der Trümmerstücke, die vom Kometen Swift-Tuttle stammen, näher an die Erdbahn heran. Die Perseiden gehören mit einer Geschwindigkeit von 216 000 Kilometern pro Stunde zu den schnellsten Sternschnuppen.
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