Pfarrer und Bürgermeister machen im Bürgerladen mit - Vielfältige Unterstützung
Helfern geholfen

Grafenwöhr/Pressath. (rgr) Nach getaner Arbeit im Bürgerladen war für den evangelischen Pfarrer Dr. André Fischer klar, dass hier hart gearbeitet wird, um andere Mitbürger zu unterstützen. Sein Lob galt den vielen Helfern: "Ihr klotzt hier richtig ran!"

"Um die Arbeit des Bürgervereins Städtedreieck bekannter zu machen, wurden Vertreter von Städten und Kirchen angeschrieben und zu den Mitmachwochen eingeladen", sagt die Leiterin des Bürgerladens Monika Sebald. Pfarrer Dr. André Fischer, Bürgermeister Werner Walberer aus Pressath sowie die zweite Bürgermeisterin Anita Stauber aus Grafenwöhr sind der Einladung gefolgt und schlüpften in die Rolle der Angestellten und ehrenamtlichen Helfer.

Nachdem die Waren aus den Geschäften abgeholt wurden, ging es für die Bürgermeister und den Pfarrer los mit ihrer Arbeit. Obst und Gemüse wurden sortiert, Brot und Semmeln eingepackt und die Ware in die Kühltheken eingeräumt. Auch die Abfälle mussten entsorgt werden. Für Pressaths Bürgermeister war schon der erste Schritt - das Anziehen der Hygienehandschuhe - ein nicht ganz leichtes Unterfangen. "Eigentlich habe ich doch keine so großen Hände...", meinte dieser. Aber für ihn war es eine "schöne Erfahrung", einmal hier mit zu arbeiten.

"Mich hat es zum einen als Bürgermeister, aber auch als Mensch interessiert, was und wofür hier etwas geleistet wird. Es ist sehr lobenswert, was die Ehrenamtlichen hier tun. Für die Familien, die sich nicht soviel leisten können, ist es eine gute Sache, wenn sie mit wenig Geld einen Korb voll guten Lebensmitteln nach Hause gehen können", so Walberer.

Die Arbeit des Bürgervereins und deren Helfer und Helferinnen tragen Früchte. Das belegen auch die Zahlen der Statistik. Waren es im gesamten Jahr 2011 33 Kunden pro Tag (insgesamt 3552 im Jahr), so waren es von Januar bis Mai 2015 bereits 2243. Dies entspricht 52 Kunden pro Tag.

Nach dem letzten Sachstand wurden 84 Kundenkarten für Grafenwöhr, 23 für Pressath und 13 für Eschenbach ausgegeben. Dadurch erhöht sich auch die Zahl der ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen. Zur Zeit sind es 20 Personen. In den ersten fünf Monaten haben sie heuer bereits 1439 Stunden ihrer Freizeit in den Dienst der guten Sache gestellt.

"Neben 15 Geschäften aus den drei Städten, die viele Lebensmittel spenden, unterstützen viele Bürger und Bürgerinnen den Verein mit Lebensmitteln, Geschirr, Kleidung, Spielsachen und Möbel. Hilfe kommt auch von der Tafel aus Weiden und von der Firma Ponnath aus Kemnath.

Geplant ist in diesem Jahr erneut eine Weihnachtsaktion bei der Wunschzettel an die Kinder ausgegeben werden. Die Wünsche werden durch Privatpersonen und durch Spenden von verschiedenen Seiten erfüllt.

Besondere Freude wird auch den Kindern von Familien bereitet, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, wenn sie ihr Geburtstagsgeschenk in Händen halten.
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