Pfreimder Mittelschüler begeben sich auf die "Expedition Erde" und erfahren viel Neues
Einst so hoch wie heute der Himalaya

Pfreimd/Windischeschenbach. Am 28. Juli, kurz vor Schuljahresende, hat es die Klasse M8b der Landgraf-Ulrich-Mittelschule Pfreimd noch gepackt: Die Schüler besuchten auf Einladung des Bayernwerks das Geo-Zentrum an der kontinentalen Tiefbohrung (KTB) in Windischeschenbach.

Zunächst erklärte uns Andrea Mack viele interessante Dinge über die Entstehung unseres Planeten Erde. Wir erfuhren, dass die heutigen Kontinente vor rund 260 Millionen Jahren noch zusammenhingen und den Riesenkontinent Pangaea bildeten. Dieser war von einem einzigen Riesenozean namens Panthalassa umgeben. Gruppenweise durften wir die heute bekannten Kontinente aus Holz zusammensetzen und waren erstaunt, als diese wie Puzzleteile genau ineinander passten.

Frau Mack erläuterte weiter, dass der Urkontinent vor rund 150 Millionen Jahren begann, in mehrere Teile auseinander zu brechen und diese in verschiedene Richtungen drifteten. Noch heute ist die Verschiebung der Kontinente nicht abgeschlossen, sie bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 3 Zentimetern im Jahr.

Nun galt es, die verschiedenen Schichten der Erde richtig zusammenzusetzen. Interessant war dabei zu hören, dass der Erdkern aus Eisen und Nickel besteht und trotz seiner 4000 Grad Hitze nicht flüssig, sondern auf Grund des starken Drucks, der im Zentrum der Erde herrscht, fest ist.

In einem kleinen Experiment mit verschiedenen Sandschichten wurde uns sehr anschaulich die Entstehung von Faltengebirgen aufgezeigt und wir verstanden, warum am Gipfel der Alpen beispielsweise Muschelkalk zu finden ist.

Nach einer kurzen Pause kamen wir zum zweiten Teil unserer Exkursion. Heinrich Kopatsch erklärte uns, dass in Windischeschenbach das tiefste zu wissenschaftlichen Zwecken angelegte Bohrloch der Erde ist. Neu war für uns, dass gerade dieser Ort dafür ausgewählt wurde, weil hier zwei Kontinentalplatten aneinanderstoßen. Vor vielen Millionen Jahren war in dieser Gegend ein Gebirge in der Höhe des Himalaja, doch im Laufe der Zeit wurde es durch den steigenden Meeresspiegel wieder abgetragen.

Anschließend erläuterte uns Herr Kopatsch, wie ein Seismograph funktioniert. Nach einem sehr interessanten Film mit dem Titel "Expedition Erde" ging es auch schon in den Ausstellungsraum. Am besten fand die Klasse den Erdbebensimulator, auf dem wir am eigenen Leibe spüren konnten, wie sich ein Erdbeben mit der Stärke 6,5 unter unseren Füßen anfühlt.

Danach ging es nach draußen zum Bohrplatz, wo wir riesige Bohrer in verschiedenen Durchmessern bewundern konnten. Mit Schutzhelmen ausgerüstet kletterten wir nun 13 Meter in die Höhe auf den Bohrturm. Dort sahen wir uns in einem kleinen Raum nochmals einen sehr interessanten Kurzfilm über die an der kontinentalen Tiefbohrung angewendeten Bohrverfahren an.

Klasse M8b derLandgraf-Ulrich-Mittelschule Pfreimd
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