Plädoyer für mehr Laienarbeit in der Kirche

Als leidenschaftlicher Verfechter des Zölibats erwies sich der neue Passauer Bischof Stefan Oster im Regensburger Presseclub. Dazu erreichte uns folgende E-Mail:

Wer immer nur nett ist, erinnert mich an den Ausspruch : "Everybody's Darling ist bald everybody's Depp!" Also wenn ich mir und meinem Standpunkt treu bleiben will, geht das schon gar nicht! Deshalb spricht mich dieser Artikel mit den Aussagen des Herrn Bischof Stefan Oster zutiefst an. Was wollen und erwarten wir Menschen von unserem "Bodenpersonal Gottes"? Sollten sie die vom Herrn gegebenen Sakramente aus den Angeln heben?

Ich verstehe dieses Geschrei um den Zölibat nicht. Familie und Seelsorgeeinheit unter einen Hut zu bekommen, wie funktioniert so etwas? Manchmal fürchte ich, dass Priester eine Scheu haben, deutliche Worte zu sprechen, was dann rauskommt kann zu einem Wischiwaschi ausarten. Heraus kommen falsche Erwartungshaltungen.

Die immer dünner werdende Personaldecke von Priestern sollen wir nicht beklagen, weil jammern nichts bringt. Schon lange trage ich mich mit der Sehnsucht, meinen Wunsch äußern zu können. Hochwürdige Herren Bischöfe warum stellen Sie Ihren Priestern nicht mehr Helfer zur Seite? Katechese gerade für Kinder und Jugendliche wäre so sehr wichtig.

Auch wenn die Familie in erster Linie gefragt wäre, ja wenn es halt nimmer so passiert, dann ist eben das Bodenpersonal mehr gefragt. Religiöse Erziehung ist beim Kleinstkind angesagt, da schlägt es ein und an, ein wahrer Segen. Ich weiß wovon ich spreche! Müssen Schreibarbeiten Priester erledigen? Freilich kostet das Geld. Priester kosten auch Geld, soweit Sie noch vorhanden sind.

In den Diözesen kennt man doch die Sorgen der Gemeinden. Wir brauchen wahrhaftige Verkünder, an ihrer Seite gute Helfer, und allem voran große Beter. Das können wir alle!

Maria Lacher-Öller,92548 Schwarzach

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