Politiker an ihren Taten messen
Briefe an die Redaktion

Zu den Berichten vom 18. Oktober und 7. November zur Schulbusproblematik:

Im Kreisausschuss und im Landtag wurde die Problematik der überfüllten Schulbusse diskutiert. Landrat Andreas Meier sagte, dass es in manchen Bussen des ÖPNV etwas unbequemer ist als in anderen. Auf der Linie Kaltenbrunn-Mantel-Weiden heißt das konkret, dass in dem 6.50-Uhr-Bus, der zu 85 Prozent ausgelastet ist, am 30. Januar 64 Schüler waren. Das bedeutet: 44 Schüler saßen, 20 mussten stehen.

Was ist, wenn der Bus zu 100 Prozent ausgelastet ist? Dann stehen 34 oder mehr Kinder im Bus. Am 31. Januar um 13.35 Uhr auf der selben Strecke von Weiden nach Kaltenbrunn waren 67 Schüler im Bus. 44 saßen, und 23 mussten stehen. Gezählt hat die Regionalbus Ostbayern GmbH in Vertretung durch Herrn Sommer.

Diese Situation nur als unbequem zu bezeichnen finde ich unverantwortlich. Jedes Kind, das stehen muss, ist bei einer kritischen Verkehrssituation einer großen Gefahr ausgesetzt. Es wurde im Wahlkampf von Landrat Andreas Meier die Möglichkeit der Erhöhung der Kreisumlage um einen Punkt für die Sitzplatzgarantie der Schüler ins Spiel gebracht. Man muss Politiker an dem messen, was sie nach ihrer Wahl an Taten umsetzen.

Die Haushaltsberatungen des Kreistages werden bald anstehen. Eine Erhöhung der Kreisumlage wäre eine gute und sinnvolle Investition, nämlich in die Sicherheit unserer Kinder. Das Problem wird vom Landkreis und der Landesregierung hin- und hergeschoben. Es scheitert immer mit der Begründung der Finanzierung. Es muss anscheinend erst etwas passieren, bis reagiert wird.

Wolfgang BraunKaltenbrunn

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