Polizeipräsidium Oberpfalz: Mehrere Leichtverletzte und Sachschaden wegen Schneefall ...
Schnee sorgt für Verkehrsbehinderungen

Auf der B 85 bei Auerbach stürzte gegen 22.20 Uhr am Donnerstagabend dieser Lkw um. Schaden: rund 25.000 Euro. Bild: hfz
 
In den Straßengraben rutschte ein mit Getränken beladener 40-Tonner auf der Bundesstraße 299 zwischen Kondrau und Mitterteich. Die Straße war für eineinhalb Stunden gesperrt. (Bild: Josef Rosner)

Aufgrund des nach 22 Uhr am Donnerstag einsetzenden Schneefalls kam es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz zu vielen, jedoch nicht ungewöhnlichen Beeinträchtigungen im Straßenverkehr.

Wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte, wurden bis 4.30 Uhr 21 Notrufe entgegengenommen, die zu Einsätzen führten. In 13 dieser 21 Fällen handelte es sich um "Rutschpartien" von Autos in den Graben oder gegen Verkehrszeichen oder um hängen gebliebene Lkw. Schaden entstand hier wenn überhaupt nur in geringem Ausmaß, heißt es im Polizeibericht.

Lkw auf Bundesstraße umgestürzt

Bei Auerbach stürzte gegen 22.20 Uhr ein mit Fässern und Metallteilen beladener Lkw-Anhänger auf der B 85 um. Der 61-jährige Fahrer war in einer langgezogenen Linkskurve ins Schleudern geraten, so dass der Anhänger des Gespanns umkippte.

Dadurch öffneten sich die Ladeklappen und es wurden mehrere Fässer mit gefährlichen Stoffen auf die Fahrbahn und in den Wald geschleudert. Der Gefahrgutbeauftragte der Feuerwehr Auerbach gab kurz darauf Entwarnung: Es waren keine gefährlichen Stoffe ausgetreten.

Der Anhänger wurde mit einem Kran geborgen. Der Fahrer blieb unverletzt. An dem Gespann entstand laut Polizei ein Sachschaden von 25.000 Euro. Die B 85 musste teilweise in beiden Richtungen für mehrere Stunden gesperrt werden.

Bei Auerbach stürzte gegen 22.20 Uhr ein mit Fässern und Metallteilen beladener Lkw-Anhänger auf der B 85 um. Die Feuerwehr Auerbach hat einige Bilder von der Unfallstelle und den Aufräumarbeiten zur Verfügung gestellt.

Gegen kurz vor halb zwölf rutschte auf der B 22 bei Kemnath im Landkreis Tirschenreuth ein Auto in die Leitplanke. Dabei wurden laut Polizei zwei Personen leicht verletzt.

Voll beladener 40-Tonner in Graben gerutscht

Ebenfalls ins Rutschen geriet ein 40-Tonner gegen 3.20 Uhr auf der B 299 im Ortsbereich Kondrau. Der 59-jährige Fahrer war auf dem Weg in Richtung Mitterteich, als das Gespann im Auslauf einer leichten Rechtskurve ins Schleudern geriet. Laut Polizei dürfte nicht angepasste Geschwindigkeit die Ursache gewesen sein.

Der voll beladene Getränke-Lkw rutschte nach links in den Graben. Zur Bergung musste die Bundesstraße ab 8 Uhr für rund eineinhalb Stunden gesperrt werden. Die Bergung hatte sich verzögert, weil sich der Unfallfahrer ausgesperrt hatte und erst einen Ersatzschlüssel für die Sattelzugmaschine organisieren musste.

Zur Absicherung und Verkehrslenkung waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Waldsassen, Kondrau und Pleußen, sowie die Straßenmeisterei Tirschenreuth eingesetzt. Es entstand mit rund 5000 Euro am Sattelzug und rund 1500 Euro am Bankett relativ geringer Sachschaden.

Bäume unter Schneelast

In vier Fällen ging es um Bäume, die die Fahrbahn blockierten oder den Verkehr behinderten. Um kurz vor 4 Uhr fuhr ein Pkw auf der B 85 in einen umstürzenden Baum, schreibt die Polizei. Der Fahrer hatte jedoch Glück und blieb unverletzt.
Größere Zwischenfälle hat es laut aktuellen Meldungen nicht gegeben.

München.(dpa/lby) Bei winterlichen Straßenverhältnissen ist es in der Nacht zu Samstag vor allem in der Oberpfalz zu zahlreichen Unfällen gekommen. Verletzt wurde laut Polizeiangaben niemand, allerdings entstand ein Sachschaden von mehr als 40 000 Euro. So verlor auf der Autobahn 9 ein 57-Jähriger die Kontrolle über sein Fahrzeug, landete im Straßengraben und prallte dort gegen eine große Verkehrstafel.

Ins Schleudern geriet auch eine 54 Jahre alte Fahrerin auf der A72. Sie prallte gegen die Mittelleitplanke. Auch im nördlichen Teil Schwabens sorgten niedrige Temperaturen in der Nacht für Glatteis und mehrere Unfälle. Ruhig verlief die Nacht hingegen für die Einsatzkräfte in Oberfranken. Dort hatte die Polizei bis zum späten Freitagabend mehr als 130 Unfälle gezählt, vier Menschen wurden schwer verletzt.
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