Pressather Seniorenbeauftragter Albert Butscher informiert über Ziele und Veranstaltungen
Zusammenarbeit forcieren

Pressath. (bjp) Seine Position als Ansprechpartner, Koordinator und Sprachrohr der Senioren nehme er so ernst wie am ersten Tag, bekräftigte Seniorenbeauftragter Albert Butscher bei der Bürgerversammlung. Vier Jahre sind vergangen seit ihm die Stadt das Amt übertrug.

Ein Viertel der Pressather ist mehr als 60 Jahre alt - Tendenz steigend. Im Gegenzug ist der Anteil der unter 20-Jährigen auf 20 Prozent gefallen. Was man bürokratisch-trocken "demografischen Wandel" nennt, ist ein gewaltiger Umbruch. Die Senioren hätten das Recht, möglichst lange selbstbestimmt zu leben.

Es liege an Verwaltung, Vereinen und Einrichtungen, die Voraussetzungen zu schaffen. Ebenso wichtig sei das Verhältnis zwischen älteren und jüngeren Bürgern, wozu nicht zuletzt die Weitergabe von Wissens- und Erfahrungsschätzen gehöre.

Beratungsangebote, Informations- und Unterhaltungsveranstaltungen, insbesondere konkrete Anregungen für den Abbau von Barrieren helfen das Ziel zu erreichen, gab sich Butscher zuversichtlich.

Wenig Widerhall habe die Fragebogen-Aktion gefunden, die die Senioren zu Kritik und Vorschlägen ermutigen sollte. Butscher nahm es gelassen: "Vielleicht bedeutet das, dass die Pressather mit ihrer Stadt zufrieden sind." Ein Brückenschlag zwischen Jung und Alt seien die "Erinnerungsabende" gewesen, bei denen ältere Einwohner über ihre Erlebnisse in den Kriegs- und Nachkriegsjahren sprachen.

Für die Zukunft hofft Butscher, dass weitere Barrieren für mobilitätseingeschränkte Menschen fallen. Dies betreffe das Rathaus, dessen Umbau bevorstehe, aber auch Rollator- und Rollstuhlgerechte Bordsteine und Fußwege. Bei Veranstaltungen wünsche er sich, dass genügend Behindertenparkplätze reserviert sind. Butscher präsentierte eine Informationsbroschüre der Stadt, die Tipps für das "Leben, Wohnen und Reisen im Alter" gibt. Die Broschüre ist im Rathaus einsehbar.

Veranstaltungen zu den Themen "Senioren und Bewegung" sowie "Senioren und ihre Hobbys" sind Veranstaltungen, die für die nächsten Monat geplant sind. Eine Radtour ist für das Frühjahr 2015 vorgesehen. Ferner strebt der Seniorenbeauftragte, der auf breite Unterstützung von allen Seiten hofft, eine engere Zusammenarbeit mit den Kollegen in acht Kommunen des "Vierstädtedreiecks" an.
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