Prinzessin oder Nashorn?

Von der Prinzessin bis zum Nashorn - es gibt beim Theater oder in der Oper jede Menge verschiedener Kostüme. Doch bis ein Kostüm wirklich auf der Bühne zu sehen ist, dauert es lange.

Zuerst muss sich jemand überlegen, welche Kostüme zu einem Stück passen. Das macht ein Kostümbildner. Er bespricht sich mit dem Chef des Stücks. Was sollen die Künstler später tragen? Soll das Stück modern aussehen? Dann sind die Kostüme manchmal normale Anzüge oder Kleider. Die meisten Kostüme werden im Theater aber genäht.

An der Staatsoper gibt es dafür eine eigene Schneiderei mit vielen Mitarbeitern. Bevor diese aber loslegen, fragen die Kostümbildner im Kostümfundus nach. Denn im Fundus lagert jede Menge Kleidung und Ausrüstung von früheren Aufführungen.

Manchmal brauchen die Kostümbildner Kleidung, die an eine bestimmte Zeit erinnern. Zum Beispiel an das Mittelalter - dann suchen die Mitarbeiter aus dem Fundus Rüstungen, Kleider oder Waffen zusammen.

Wenn jedes Kostüm für jeden Darsteller und Künstler beisammen ist, wird es gereinigt und kommt fertig sortiert auf Kleiderständer. Die Kostüme werden dann für jede Aufführung aus dem Fundus zu den Garderoben transportiert.

Verloren gehen darf dabei eigentlich nichts, denn zum Suchen ist vor einer Aufführung keine Zeit. Doch auch so etwas haben die Mitarbeiter im Fundus schon erlebt. Sie müssen sich dann schnell etwas überlegen und zum Beispiel Ersatz-Schuhe finden. Das passiert zwar selten, gehört aber auch zum Theater. (dpa)
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