Problembewusstsein bei Pädophilie

Zum Fall Edathy und zur Verweigerung des Kinderschutzbunds Niedersachsen, die Geldauflage von 5000 Euro anzunehmen:

Für die Durchführung unserer Arbeit sind Spenden und Bußgelder eine überaus wichtige Quelle, aber dass der Landesverband Niedersachsen die Bußgeldauflage nicht angenommen hat, findet unsere volle Zustimmung. Wir vom Kinderschutzbund wollen seit 28 Jahren Kinder und Jugendliche vor Gewalt schützen und ihnen helfen, wenn sie Gewalt erfahren haben.

Mit der Einstellung des Verfahrens ist nach unserer Meinung ein fatales Signal gesendet worden, als ob mit 5000 Euro ein "Freikauf" möglich sei. Für uns ist nicht die Frage, wie oft ein Täter zugreift, entscheidend, sondern wie solche Bilder hergestellt werden! Aus dem Ermittlungsverfahren gegen Edathy und den kanadischen Anbieter wissen wir, dass die Kinder auf den Bildern auch für Hardcore-Pornografie missbraucht worden sind. Hierfür begründet sich die Schwere der Schuld. Uns ist es wichtig, dass dem Thema Kinderpornografie mit mehr Problembewusstsein begegnet wird!

Wir müssen bei der Prävention in Deutschland und in Europa dringend mehr tun. Für Pädophilie ist es immer noch viel zu leicht, sich Bilder aus dem Netz zu ziehen.

Karin Meixner-Nentwig Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes Orts- und Kreisverband Amberg-Sulzbach 92224 Amberg
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