Probleme der Gesellschaft übertragen

Bildungspolitik in Deutschland:

Wem nutzen die vielen frustrierten und überforderten Gymnasiasten, die nach dem Abitur ihr Studium abbrechen und auf der Couch des Psychologen landen? Wem nutzen die Gelder, die an der Bildung gespart werden? Warum hat der Staat ein Interesse daran, Kinder einem solchen System auszuliefern?

Fest steht, dass die Probleme der Gesellschaft 1:1 auf die Bildungseinrichtungen übertragen werden (zerrüttete Familien, überforderte Eltern, Verhaltensauffälligkeiten, Zuwanderung), Erzieher und Lehrer diese Probleme nicht lösen können und mehr und mehr gesundheitlich darunter zu leiden haben. Wer profitiert davon? Auf jeden Fall die Pharmaindustrie. Weiterhin die Leiharbeitsfirmen. Auch die Produktion von Computerspielen ist längst ein Milliardengeschäft. Handy, Facebook und Co. erledigen den Rest. Bildung spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Die Bildungs- und Wirtschaftspolitik muss sich daran messen lassen, ob sie es schafft, jungen Menschen eine Perspektive zu eröffnen, für die es sich lohnt, sich anzustrengen. Ziel muss es sein, Menschen zu erziehen, die das Herz auf dem rechten Fleck haben. Dafür muss man Geld in die Hand nehmen - viel Geld, das zu häufig in den dunklen Kanälen der Investmentbanken verschwindet. Der Kampf um mehr Investitionen in unserem Bildungssystem wird zum Kampf gegen Windmühlen.

Karl-Heinz Reinhardt 92526 Oberviechtach
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