Programm zu Glockenschaugießen und Segnung der Glocke für die Ägidiuskapelle am Schlossberg
Abgestimmter Ton

Waldeck. (hl) Der Waldecker Heimat- und Kulturverein (HuK) spart nicht mit Superlativen: Ein Jahrhundertereignis sollen die Besucher Ende Juli erleben. Und tatsächlich, die meisten dürften einen Glockenguss nur aus dem Schiller-Gedicht kennen. Die Glocke für die Ägidiuskapelle am Schlossberg sollen die Spezialisten am 24. und 25. Juli gießen, am 30. August erhält sie ihren Segen.

Am Freitag, 24. Juli, informiert Bruder Michael um 8.30 Uhr Schulen über den Glockenguss, zeigt einen Film und erläutert die Geschichte der Burg Waldeck. Für alle Interessenten sind bis 16 Uhr Führungen auf dem Glockenfeld, meditative Wanderungen auf dem Marterlweg, Führungen auf der Burg und ein Besuch des Museums im Alten Schulhaus vorgesehen.

Ab 17 Uhr ist das Festgelände am Ortseingang aus Richtung Erbendorf geöffnet. Ab 19.30 Uhr läuft das Abendprogramm mit Thomas Bärthlein als Moderator, musikalisch gestaltet von Hubert Treml. Bei Einbruch der Dunkelheit beginnt der feierliche Glockenguss durch die Benediktinerabtei Maria Laach.

Bereits tagsüber wird dafür ein Loch ausgehoben. Weiter soll auf dem Gelände eine Tribüne für 1000 Besucher stehen, die besten Blick auf das Geschehen rund um den Guss bietet.

Außerdem wird in ein Zelt und die angrenzende Maschinenhalle der Akt auf Video übertragen. Ab 17 Uhr werden zwölf Euro Eintritt für die Tribüne und Halle und für das Zelt drei Euro erhoben. Am Samstag, 25. Juli, geht das Programm um 10 Uhr weiter mit einem Weißwurstfrühstück und der Freilegung der Glocke. Der erste Glockenschlag ist um 12 Uhr zu hören. Der Ton wurde mit dem der Pfarrkirchenglocken abgestimmt. Der Kartenverkauf für die Tribüne läuft unter www.NT-ticket.de.

Die Glocke wird aus Glockenbronze hergestellt und soll einen Durchmesser von 592 Millimeter und ein Gewicht von 130 Kilogramm haben. Sie soll zirka 85 Zentimeter hoch sein. Obwohl die Glocke mittels Spende bereits bezahlt sei, muss der HuK doch einiges beitragen. Deshalb ergeht ein Spendenaufruf. Jede Spende ab 100 Euro wird, wenn gewünscht, auf einer Tafel vor der Ägidiuskapelle verewigt.

Die Kapelle verursacht einen Gesamtaufwand von 400 000 Euro, finanziert durch einen Bundeszuschuss von 200 000 Euro, 100 000 Euro von staatlichen Stellen, einem Anteil der Stadt von 70 000 Euro und 30 000 Euro steuert der HuK bei.
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